Udo Carl

  • Als Onlineshopbetreiber gehört man im Grunde genommen schon von Anfang an zu den Verlierern: Man muss sich gegen den lokalen Handel behaupten UND gegen die Konkurrenz aus dem WWW – große sowie kleine Shops. Gleichzeitig hat man kaum Zeit, die zahlreichen Artikel vernünftig einzupflegen, weil man ja außerdem für Vertrieb, Vermarktung, Einkauf und Bestellung zuständig ist. Wie erfreulich, dass da auch noch die Suchmaschinenoptimierung mitmischen will.

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    Warum brauchen Onlineshops Suchmaschinenoptimierung?

    Für die meisten Menschen, die im Netz auf Produkt- oder Informationssuche gehen, beginnt die Recherche bei einer Suchmaschine – und die ist in Deutschland ganz klar Google. Die Suchmaschine ist also ein wichtiger Kanal, um Traffic und Umsatz zu generieren. Das gilt selbstverständlich auch für Onlineshops.

    Sinnvoll (und reizvoll) ist die Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops auch dahingehend, dass man nicht mehr für jeden Besucher und jede Conversion zahlt – wie bei AdWords Anzeigen oder Affiliate-Kampagnen.

    Was sind die größten Schwachstellen von Shops?

    Die großen Player wie Amazon, Zalando oder Shops, die großen Modehäusern zugehörig sind, kann man an dieser Stelle ausklammern. Sie verfügen in der Regel über die nötige personelle und finanzielle Ausstattung, um ein exzellentes Shopsystem einzurichten und Produkte hübsch und einzigartig hergerichtet anzubieten. Es sind aber in der Regel die kleineren Nischen-Shops, die auf eine gute Suchmaschinenoptimierung angewiesen sind – und gleichzeitig nur begrenzt Fachwissen, Zeit oder Geld einbringen können.

    So kann es sinnvoll sein, sich zunächst auf die größten Schwachstellen von Onlineshops zu konzentrieren, die auch für die Suchmaschinenoptimierung eine Rolle spielen.

    1. Konsumenten/ User

    Was die Suchmaschinen für ein gutes Ranking fordern, ist nicht immer das, was ein User fordert und braucht, um eine Bestellung abzuschicken. Zwar sind die Zeiten von schlechten Texten und fragwürdigen Backlinks vorbei: Die ersten Suchergebnisse erfüllen aber trotzdem nicht immer die richtigen Kriterien für einen erfolgreichen Kauf. Der Shop-Besucher hat durchaus hohe Ansprüche und wünscht sich ein ähnlich komfortables und Wohlgefühl steigerndes Kauferlebnis wie im stationären Handel. Das fängt bei einer guten Menüführung an und geht über hilfreiche (!) Produkttexte bis hin zu einwandfreiem Service inklusive verschiedener Zahlungsoptionen, Rückgabeoptionen und schnellen Versand.

    Sicherlich möchte kaum ein Händler einen Shop mit schlechtem Service oder komplizierter Kaufabwicklung, mache vergessen aber dennoch die Kundenbedürfnisse in den Fokus zu stellen. Darauf sollte man sich einfach mal öfter konzentrieren! Denn tatsächlich spielt der Wunsch des User bzw. Kunden bei nahezu jeder Entscheidung eine Rolle: Der User möchte von optimierten Rich Snippets angesprochen werden, die Seite schnell aufrufen können, intuitiv durch das Menü finden, alle Fragen beantwortet bekommen, etc.

    2. Artikelmasse

    Ein vielfältiges Sortiment ist wunderbar: Der User kann aus verschiedenen Produkten wählen und entscheidet sich vielleicht sogar für ein Zubehör oder ein weiteres Angebot. Da aber selbst Nischen-Shops Hunderte Artikel online stellen müssen, ist das wahrlich eine Mammutaufgabe – wenn man denn Bilder suchmaschinenfreundlich optimiert und einzigartige Inhalte erstellt. Und das dann jedes Mal bei Sortimentswechsel. Kaum ein (kleinerer oder mittlerer) Shopbetreiber hat dazu die Möglichkeiten. Es ist also weniger das breite Angebot das Problem, sondern vielmehr die mit Zeit- und Geldmangel verbundenen anderen Schwachstellen.

    3. Content

    Shops brauchen gute Inhalte. Punkt! Suchmaschinen möglichen Inhalte, das weiß man mittlerweile. Aber auch der User möchte sich in einem Onlineshop ähnlich gut beraten fühlen wie in einem Geschäft oder einer Boutique. Hier gibt es zwei Probleme: Aufgrund der Artikelmasse kommen Shopbetreiber gar nicht hinterher, alle Produkte individuell zu betexten – von den erforderlichen Fähigkeiten einmal ganz abgesehen – und greifen lieber zur Herstellerbeschreibung. Da aber nur die wenigsten Onlinehändler tatsächlich Unikate anbieten und der Artikel meist auf zig anderen Shops zu finden ist, die wiederum dasselbe Problem haben, entsteht zwangsläufig Duplicate Content. Nix, was Google gefällt!

    Apropos Suchmaschine: Die mag Content – aber wohin damit im Onlineshop? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie mehr Inhalte in Shops integriert werden kann. Unter anderem durch Produktbeschreibungen, Ratgeber oder einen Blog. Im Übrigen: Wer hier nicht auf Mehrwert setzt, sollte sich die Mühe sparen. Das klingt mittlerweile schon etwas ausgelutscht, aber der User kann mit belanglosen Inhalten nicht viel anfangen. Am besten fragt man sich immer: Für welchen Zweck eignet sich das Produkt? Was ist zu beachten? Was sollte der Kunde wissen? Was möchte er wissen? Wenn ich eine Jeans suche und über die Geschichte der Jeans aufgeklärt werde, ist meine Motivation, das Produkt zu kaufen eher gering.

    4. Ladezeiten

    User sind im Grunde ungeduldige 3-jährige Kinder, die nicht mal eine Sekunde auf ihr Eis warten können. Schlecht ladende Seiten sind daher das K.O.-Kriterium für einen Onlineshop. Denn leider hat der User ja auch jederzeit die Möglichkeit, das gewünschte Produkt bei einem anderen Händler zu bestellen. Kategorieseiten, Markenseiten, Produktseiten, Bilder und vieles mehr machen den Onlineshop aber schwerfällig. Umso wichtiger ist es, dass man sich der Optimierung des Quellcodes, der Bilder und der Auslagerung von JavaScript und ähnlichem widmet. Gleichzeitig kann man die Anzahl der HTTP-Requests reduzieren und Caching verwenden.

    5. Sortimentswechsel

    Und wenn man sich die ganze Mühe gemacht hat und der Shop auf Erfolg steht, dann kommt der Sortimentswechsel und macht alle Rankings zunichte. Wer Traffic und Positionen retten möchte, sollte 301-Redirects einrichten. Das gelingt am besten, wenn die URL des gelöschten Artikels auf eine ähnliche Produktseite weiterleitet – mit ähnlich relevanten Keywords. Eine Alternative wäre die Weiterleitung auf die Kategorieseite, sodass der Kunde selber aus ähnlichen Produkten wählen kann.

    Tu es: Die wichtigsten SEO Maßnahmen für Onlineshops

    Jetzt möchte ich aber endlich aufzeigen, was SEO für Shops umfasst. Shop SEO unterscheidet sich dabei gar nicht so dramatisch von Suchmaschinenoptimierung für Webseiten. Auch hier führt man verschiedene Optimierungsmaßnahmen onpage und offpage durch. Dennoch ist die Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops deutlich diffiziler. Womit wir wieder bei den Schwachstellen von Onlineshops wären.

    Hier nun die SEO-Basics für Onlineshops:

    Onpage

    ➔ Klickstarke Rich Snippets aus optimierten Meta-Tags (Title und Description) und sprechender URL – OHNE Keyword-Stopferei und leere Worthülsen
    ➔ Kurze Ladezeiten durch einen schlanken Quellcode und Caching
    ➔ Optimierte und schnell ladende Seiten für Mobilgeräte spielen künftig auch für das Google-Ranking eine Rolle, denn die Suchmaschine wechselt demnächst zum reinen Mobil-Index [LINK]
    ➔ Gerade bei Onlineshops, in denen das Angebot häufiger wechselt, sollten 301-Redirects und 404-Fehlerseiten eingerichtet bzw. bestmöglich vermieden werden
    ➔ Weiterleitung auch für verschiedene URL-Versionen einrichten
    ➔ Paginierte Seiten mit rel=“next“ und rel=“prev“ einrichten, Filterfunktionen und Session-IDs vom Crawling ausschließen, Indexierung über fehlerfreie robots.txt erleichtern
    ➔ Intelligente Seitenstruktur mit flachen Ebenen anlegen und untereinander sinnvoll verlinken – am besten nach dem Breadcrump-Prinzip
    ➔ Relevanten und einzigartigen Content für Startseite, Kategorien und Artikel anlegen – inklusive korrekter H-Überschriften, Formatierung und wichtigen Keywords
    ➔ Optimierte Bilder mit Alt-Attribut und relevanten Dateinamen

    Weitere Tipps für die Shop SEO gibt es weiter unten im Artikel – auch für die nachfolgenden Offpage-Faktoren!

    Offpage

    ➔ Mit besseren Links von unterschiedlichen URLs und Domains rankt man besser als mit vielen Backlinks
    ➔ Daher: Billige Verlinkungsangebote ignorieren und lieber Lieferanten, Hersteller und andere Partner um einen Verweis auf den Shop bitten
    ➔ Wichtig sind dabei Themenrelevanz und ein natürliches Wachstum, das in erster Linie nicht zu schnell ist

    Warum Shops den Fokus auf Content legen sollten!

    User und Suchmaschinen sind gleichermaßen anspruchsvoller geworden, wenn es um das Onlineshopping geht. Während Suchmaschinen zunehmend auf Inhalte setzen, wollen auch Shopbesucher relevante Informationen zu einem Artikel erhalten und online beraten werden. Schließlich kann man sich zurecht fragen: Warum ist ein Shop besser als die Konkurrenz, wenn die Produktbeschreibung überall gleich ist?

    Content hilft Onlineshops sich aus der Masse abzuheben – und das ist wichtig, kann der User doch tatsächlich mit nur wenigen Klicks zur Konkurrenz wechseln. Als Shopbetreiber kann man sich auch einfach wieder auf das eigentliche Vorhaben besinnen: Verkaufen! Und wie verkauft man am besten? Durch Beratung, die in dem Konsumenten den Wunsch weckt, das Produkt unbedingt erwerben zu müssen. Frei nach dem AIDA-Modell: Attention, Interest, Desire, Action! Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen und Handlung.

    Es reicht aber nicht, den Marktschreier zu geben und einfach am lautesten zu brüllen. Onlineshops müssen durch sinnvolle Inhalte überzeugen, die erklären, dass das Produkt das richtige ist. Man muss sich bei der Fotokamera ebenso fragen, was der Kunde sucht, wie bei der Jeans. Sind maximal schöne Urlaubsfotos möglich oder auch professionellere Bilder? Passt die Jeans zu meinem Figurtyp? Eignet sich der Wanderrucksack für eine Alpenüberquerung oder ist er zu klein?

    Natürlich kann sich ein Onlineshop neben dem Verkauf auch als Experte positionieren, in dem er seinen Usern und Kunden wertvolle und hilfreiche Informationen liefert – über die reine Produktbeschreibung hinaus. Beispielsweise Checklisten für die nächste Wanderung. Tipps für richtige Belichtungseinstellungen bei Spiegelreflexkameras. Oder eine umfangreiche Materialkunde bei Sportbekleidung.

    Also liebe Onlineshops, raus aus der Komfortzone!

    9 Tipps für nachhaltige Shop SEO

    1. Belanglose Texte sind ebenso schlimm wie überoptimierte. Häufig ein Problem bei Kategorietexten, weil man möglichst alle Keywords unterbringen möchte. Besser man entscheidet sich für die relevantesten Suchbegriffe und baut darum einen wertvollen Text.

    2. Wenn man sich die Mühe macht und Kategorietexte verfasst, sollte man sie nicht im Footer oder in der Sidebar verstecken. Denn Content in diesen Positionen wertet Google schlechter als Inhalte, die im oberen Bereich der Seite stehen. Eine gute Lösung ist hier, den Inhalt auf den oberen und unteren Bereich der Kategorieseite aufzuteilen.

    3. Qualitäts-Backlinks sind besser als massenhaft schlechte Links. Und die besten Links sind meist exklusiv. Die Verlinkung mit Herstellern und anderen Shop nahen Dienstleistern ist eine gute Möglichkeit, wertvolle Links zu erhalten, die der Konkurrenz vorenthalten sind.

    4. Die zahlreichen Filterfunktionen sind für User hilfreich, schnell das passende Produkt zu finden. In Bezug auf die URL können sie jedoch zum Problem werden, denn unter Umständen wertet Google diese ab dem dritten oder vierten Filter als Spam. Abhilfe schafft man mit dem „noindex“-Attribut für die Seiten ab einer bestimmten Anzahl von Filtern.

    5. Content als Hilfe zur Kaufentscheidung verstehen. Ist ein Produkt für einen bestimmten Einsatzzweck mehr oder weniger geeignet, sollte man das auch kommunizieren. So erspart man sich auch eine eventuelle Rückabwicklung des Kaufes und muss nicht mit negativer Kritik rechnen.

    6. Nutzen Sie Kundenbewertungen, um die Produktseiten zu individualisieren und die Conversion Rate zu verbessern. So zeigt man gleichzeitig, dass man mehr als nur den üblichen Hersteller-Einheits-Beschreibungs-Brei zu bieten hat.

    7. Sichtbarkeit in den Suchmaschinen ist wichtig. Grundsätzlich sollte man aber langfristig den Aufbau einer Marke im Blick haben. Dadurch gewinnt man wiederkehrende Kunden und User, die nicht über die Suchmaschine kommen.

    8. Bei allem ist eine fehlerfreie und funktionierende Technik entscheidend. Die Suchmaschine muss die Seiten erfolgreich crawlen und indexieren können. Da spielt wiederum die interne Verlinkung eine wichtige Rolle.

    9. Fehlen Zeit und Wissen sollte man nicht unnötig viel Geld verpulvern und einen Experten aufsuchen, der die Suchmaschinenoptimierung für den Shop übernimmt. DIY SEO kann unter Umständen mehr kosten als eine professionelle Agentur, weil sie ihr Handwerk schlichtweg versteht und nicht erst „ausprobieren“ muss.

    Qualität vor SEO!

    Wer kennt das nicht: Voller Erwartung schiebt man den Mauszeiger auf das erste Ergebnis in der Trefferliste der Suchmaschine und hofft, sogleich die Erfüllung seiner Wünsche zu finden. Onlineshops – aber auch viele Webseiten – können hier sehr enttäuschen. Da wird ein hoher Aufwand für die Suchmaschinenoptimierung betrieben, weil, klar, NUR die ersten Positionen in der SERP von Bedeutung sind. Der Konsument als User und potenzieller Kunde wird dabei nicht selten vergessen.

    Sicherlich, auch für den User hat es Vorteile, wenn der Onlineshop bestimmte SEO-Faktoren wie schnelle Ladegeschwindigkeit und Usabilty erfüllt. Wenn die Bemühungen aber nicht bis zur Produktseite oder bis zum Warenkorb durchschlagen, war alles vergebens. Schließlich muss der User sein Portemonnaie öffnen, das Geld (virtuell) in die Hand nehmen und ein Produkt kaufen. Nicht die Suchmaschine. Es ist daher manchmal ratsam, nicht wie ein Pferd mit Scheuklappen nur nach Vorne Richtung Suchmaschinenoptimierung zu blicken, sondern die User- und Kundenbedürfnisse als Qualitätsmerkmal im Blick zu haben.

    König ist am Ende des Tages eben doch immer noch der Kunde!

    Teilen Sie mit mir Ihre Erfahrungen bei der Shopoptimierung oder hinterlassen Sie mir einen Kommentar, was Sie zum Thema oder Artikel denken!

  • In diesem Teil meiner Artikelreihe zur Suchmaschinenoptimierung möchte ich eine Einordnung bieten, wie man die Rankingsverbesserungsmaßnahmen innerhalb des gesamten Online-Marketing-Mixes zu verstehen hat, und einen Einblick in die Verflechtungen der unterschiedlichen Disziplinen geben.

    Contents

    Online Marketing: Was und warum?

    Gefühlt hat sich die Suchmaschinenoptimierung im vergangenen Jahrzehnt stark in den Vordergrund gedrängt, dabei ist sie eigentlich nur ein Bereich des Online Marketings. Und das beschreibt verschiedene Marketing-Handlungen über das Internet. Wie das herkömmliche Marketing setzt sich auch das Online Marketing aus den „vier Ps“ zusammen: Product (Produktpolitik), Price (Preispolitik), Place (Vertriebspolitik) und Promotion (Kommunikationspolitik). Nur nutzt man beim Online Marketing eben die Möglichkeiten des Internets, Produkte und Dienstleistungen anzubieten/ zu bewerben/ zu vertreiben, Kunden zu gewinnen, eine Marke zu positionieren und PR zu betreiben.

    Um etwas konkreter zu werden: Im Online Marketing spielen vor allem die Ps „Place“ und „Promotion“ eine Rolle. Diese lassen sich insbesondere mit der Suchmaschinenoptimierung realisieren – zum Beispiel den Content als Teil der Kommunikation oder den Onlineshop für den Vertrieb. Aber Affiliate Marketing, E-Mail-Marketing oder SEA sind von der Vetriebspolitik geprägt. Je nach Art des Produkts oder der Dienstleistung darf man im Online Marketing auch die anderen Ps nicht vergessen: Selbstverständlich können Analysen und Erfahrungen auch zur Anpassung der Angebote und Preise führen.

    Oberstes Ziel ist die Generierung von Umsätzen, was man durch Stamm- und Neukunden erreicht, die wiederum durch eine gute Kundenbindung, Kommunikation und durch gutes Branding oder im Direktvertrieb gewonnen werden. So bauen die Ziele im Online Marketing teilweise aufeinander auf, die mit verschiedenen Instrumenten realisiert werden.

    Online Marketing: Die einzelnen Disziplinen

    Frei nach dem Merkelschen Motto „Das Internet ist Neuland“ gibt es keine feste Definition für das Online Marketing, weshalb auch jedes Institut, jede Agentur und jedes Unternehmen eine eigene Vorstellung von den einzelnen Disziplinen hat. Das gilt zum Beispiel für das Mobile Marketing und das Videomarketing: Was ist ein eigener Bereich, was gehört zur Suchmaschinenoptimierung, was ist schlichtweg „Mittel zum Zweck“? Das kann schon etwas verwirrend sein, muss es aber nicht, wie Sie am Ende des Artikels gelernt haben werden.

    Um zur Vielfalt der Meinungen im Netz beizutragen, hier nun mein Online-Marketing-Mix:

    Suchmaschinenoptimierung; aufgeteilt in Onpage und Offpage Optimierung
    Suchmaschinenwerbung; AdWords Anzeigen
    Affiliate Marketing; Vertrieb / Traffic über Partnernetzwerk
    Social Media Marketing; Kommunikation über soziale Netzwerke
    Display Advertising; Anzeigen und Banner auf Webseiten
    E-Mail-Marketing; bestehend aus E-Mailing und Newsletter
    Mobile Marketing; u.a. Mobile SEO, App Advertising, SMS Marketing
    Online-PR; Content-Verbreitung über verschiedene Kanäle als Teil der Unternehmenskommunikation

    Infografik zur SEO im Online Marketing

    In anderen Online-Marketing-Definitionsversuchen wird gerne noch der Internetauftritt – also Webseite, Plattform oder Onlineshop – als Maßnahme des Online Marketings gezählt. Das stellt aber für mich Grundvoraussetzung dar und ist nicht Teil des Marketingplans. Schließlich ist auch die Geschäftsgründung kein Instrument des Marketings, oder?!

    Online Marketing im Überblick

    Online Marketing – Ein Einblick mit Ausblick

    Die Verstrickungen im Online-Marketing-Mix

    So langsam zeichnet sich bereits ab, dass Suchmaschinenoptimierung oder Social Media Marketing oder Online-PR keinesfalls isoliert betrachtet werden kann, wie man das vielleicht noch zu Beginn der SEO-Ära tat – auch weil man vor zehn Jahren noch mit schlechten Seiten ziemlich gut ranken konnte.

    Ein beliebtes Paar: SEO und Social Media Marketing

    Gern verweist man auf die Verflechtung zwischen SEO und Social Media Marketing, nicht zuletzt, weil ein Teil der Branche an den Rankingeinfluss von Social Signals glaubt bzw. einen Zusammenhang zwischen guten Postionen und vielen Erwähnungen im Social Web sieht. Ungeachtet dessen, dass dies kein offizieller Rankingfaktor ist, bringt der über Facebook und Twitter verbreitete Content Reichweite und im Idealfall auch Verlinkungen durch andere Webseiten oder Blogs. Das bringt wiederum auch qualifizierten Traffic für den Internetauftritt oder den Shop. Je nach Plänen des Suchmaschinenriesen Google könnten derlei Links sogar mal richtig viel wert sein, sind sie doch freiwillig, auf themenrelevanten Seiten gesetzt.

    Tweets von Twitter und Facebook-Profile werden direkt in den Suchergebnissen angezeigt, liefern also auch für die sozialen Netzwerke Traffic – nicht nur umgekehrt. Ähnliches gilt auch für Kanäle auf YouTube, Pinterest und Instagram. PS: Sich mit einer breiten Palette an Social Media Kanälen in der Suchmaschine zu platzieren, lässt negative Stimmen auf die hinteren Plätze rutschen.

    Werden die sozialen Profile auch (ausnahmsweise) für die Online-PR verwendet, schließt sich der Kreis zur Suchmaschinenoptimierung wieder.

    Mobile Marketing und SEO: Ist das neu?

    Während wir in Bezug auf SEO und Social Media Marketing von Google noch keine klare Richtung erhalten haben, was den Einfluss der Social Signals betrifft, zeigt die Suchmaschine eindeutig, was sie von Smartphones und Tablets hält und erklärt „mobile first“ zum neuen Unternehmensmotto. Ein relevanter Aspekt beim Mobile Marketing und SEO ist die Tatsache, dass Google künftig nur noch einen Index verwenden will – einen mobilen Index. Damit müssen Webseiten und Shops zwingend für die mobile Nutzung optimiert sein, um künftig gut zu ranken.

    Für smarte User haben insbesondere die Usability und Erreichbarkeit / Ladegeschwindigkeit eine hohe Bedeutung – zwei wichtige Rankingfaktoren der Suchmaschinenoptimierung. Die User Experience wird von Google immer besser erfasst und beinhaltet neben Content (Inhalte mit Mehrwert, Bilder, Videos, interaktive Elemente, Listen, etc.), Verweildauer, Klicks, Navigation und andere Faktoren.

    Neu ist die Verflechtung von SEO und Mobile Marketing aber nicht, propagiert Google doch schon seit einigen Jahren die „Mobilefriendliness“.

    Perspektivwechsel: Sollte man sich von der Suchmaschine lösen?

    Die Suchmaschinenoptimierung wird immer die Suchmaschine in den Fokus stellen, ganz gleich ob diese ihren Algorithmus zunehmend userfreundlich ausrichtet. Wird sich dies irgendwann ändern, ändert sich auch die Suchmaschinenoptimierung wieder. Wir wollen Google schließlich gefallen. Anstatt sich aber immer nach der Suchmaschine auszurichten, wäre es nicht sinnvoller, sich voll und ganz auf den User bzw. die Kommunikation zu konzentrieren? Über Social Media hätte man beispielsweise gute Kanäle, um eine hohe Reichweite zu erzielen – vorausgesetzt die Kommunikationspolitik wird mit professioneller Betreuung und relevantem Inhalt umgesetzt. Das heißt unter anderem: Immer schnell auf Kommentare und Nachrichten reagieren und echten Support liefern statt Standard-Phrasen.

    Im Bereich der Outdoor-Ausrüstung und -Bekleidung findet man gute Beispiele von Onlineshops, die über einen eigenen Blog hilfreiche Informationen und Wissen zu Materialeigenschaften, Packlisten und Trainingstipps bieten. Der Kunde erfährt also nicht nur, aus welchem Material die ausgesuchte Wanderhose besteht (Produktbeschreibung), sondern auch welche Vorteile ihm dies auf der nächsten Höhentour bringt (Blog). Verknüpfe ich diese Inhalte mit den Social Media Kanälen, kommen Besucher eventuell regelmäßiger und zuverlässiger auf meine Seite als über die Suchmaschine.

    Der Knotenpunkt ist das Content-Marketing – jenseits des üblichen Homepage-Willkommensgrußes, der Unterseiten und Produktbeschreibungen. Mit Qualitäts-Content liefert man Suchmaschinen „Futter“, positioniert sich als Experte in seiner Nische und hebt sich die Konkurrenz ab, begeistert User in sozialen Netzwerken, bindet Kunden via Newsletter oder löst eine Conversion aus, betreibt authentischer Branding und Imagepflege als teilweise mit PR und Paid Content und baut sich ein themenrelevantes Partnernetzwerk auf. Man kann also alle Kanäle zufriedenstellen, wenn man eine clevere, zielgruppenorientierte Content-Marketing-Strategie entwickelt.

    Google ist nicht der Mittelpunkt des Universums

    Ein anderer Gedanke zur Trennung von der Suchmaschine (Google) ist, dass viele User andere Seiten als Suchmaschine nutzen. Aus Erfahrung wissen sie, wo sie welche Produkte finden können – Anleitungen und Tipps auf YouTube, Einrichtungs- und Rezeptideen auf Pinterest oder Bekleidung auf Instagram. Im November 2016 kündigte Instagram für die USA einen Testlauf mit Shopping-Links an, sodass der Nutzer direkt über die App zur Verkaufsseite gelangt. Die Internetsuche beginnt also nicht mehr zwingend über die klassische Suchmaschine, sondern auch den bekannten Seiten, die die Zielgruppe immer wieder aufsucht.

    SEO ist nicht tot!

    Die Suchmaschinenoptimierung ist aber deswegen nicht tot, wie es immer mal wieder verkündet wird. Man muss sich von der Suchmaschine auch nicht loslösen, man sollte die Maßnahmen nur deutlich intensiver hinterfragen. Die Suchmaschinenoptimierung hat sich verändert, hat innerhalb des Online Marketings vielleicht etwas an Macht einbüßen und sich mit anderen Disziplinen verbünden müssen. Ein Schraubenhersteller oder Urologe wird mehr von der Suchmaschinenoptimierung profitieren, ein Reiseanbieter oder eine Modemarke hingegen von Social Media via Instagram, Pinterest oder Facebook.

    Pauschale Aussagen gibt es ja ohnehin nicht. Man muss sich zwingend mit der Nische auseinandersetzen, um dann den richtigen Online-Marketing-Mix zu finden. Oder haben Sie andere Erfahrungen gemacht? Ist SEO immer noch die Nummer eins im Marketing-Mix? Diskutieren Sie mit.

  • Es ist gar nicht so einfach, die richtige SEO Agentur zu finden. Vermutlich haben nur wenige Unternehmen, Dienstleister, Händler, Selbstständige und Marken Zeit und Muße, sich durch die Massen an SEO Dienstleistern zu wühlen, die sich über die gesamte Republik verteilen. Theoretisch könnte man die Kollegen aus Österreich und der Schweiz auch noch hinzuzählen, schließlich ist die örtliche Nähe nicht erfolgsbestimmend für die Suchmaschinenoptimierung.

    Daher nutze ich diesen Artikel, um einmal die wichtigsten Kriterien zusammenzufassen, die bei der Auswahl einer SEO Agentur von Bedeutung sind.

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    Jeder sagt doch: „Ich bin der Beste!“, aber…

    … wie soll man da die richtige Agentur finden? Genau, sagt hier der Deutsche, lasst uns eine Liste zu Hilfe nehmen. Es gibt verschiedene Anbieter von Dienstleister-Rankings aus der SEO-Branche, die oftmals auf den eigenen SEO-Bemühungen und ähnlichen Einflussfaktoren beruhen. Die „Qualität“ der SEO Agentur wird also anhand der SEO-Aufwendungen für die eigene Webseite definiert. Und jetzt kann man sich streiten: Sollte eine professionelle Agentur nicht ihre eigene Webseite als „Aushängeschild“ betrachten und bei Google eine gute Sichtbarkeit zu den relevanten Keywords erzielen – oder zeichnet sich ein zuverlässiger Dienstleister dadurch aus, dass er all seine Zeit und sein Engagement in Kundenprojekte investiert? Ansichtssache. Jede Medaille hat zwei Seiten. Es gibt nicht nur die eine Wahrheit. Was ist, wenn die Mundpropaganda mehr Kunden bringt als eine Top-Google-Platzierung? Bevor es aber weitergeht, möchte ich daher Nachfolgendes noch vorwegschicken:

    Warum uns die Listen-Geilheit zum Verhängnis werden kann!

    Die Deutschen mögen Listen und Aufzählungen ebenso gerne wie Schlange stehen oder „rechts stehen, links gehen“. Man sollte den Ergebnissen einer Liste aber nicht immer blind vertrauen, auch nicht beim Ranking der besten Agenturen für Suchmaschinenoptimierung. Warum? Listen werden nicht zwingend nach den Kriterien erstellt, die ein Kunde bei der Suche nach der richtigen SEO Agentur abklappert.

    So gibt es Listen, und natürlich das Google-Ranking, die eine Nummer 1 und Nummer 2 und Nummer n unter den SEO Agenturen vorgeben. Aber bietet die Nummer 1, die Nummer 35 oder die Nummer 56 deswegen auch im realen Kundenprojekt kompetenten Service, ist „auf dem neuesten Stand“ oder versteht es schlichtweg die Wünsche des Kunden umzusetzen? Eine Liste gibt, je nach Einflussfaktoren, darüber nicht unbedingt Aufschluss. Die Bewertung einer Agentur durch die Tätigkeit als Sponsor auf Branchenmessen oder durch die eigene SEO-Initiative definiert noch nicht den Erfolg des Kunden. Und für den Kunden ist es am Ende des Tages wichtig zu wissen, ob sein Vorhaben mit dieser einen Agentur realisiert werden kann oder nicht.

    Mein Tipp wäre an dieser Stelle: Listen über SEO-Dienstleister, Rankings bei Google oder ähnliches nicht als Bibel (oder Tanach oder Koran oder Tripitaka oder oder) betrachten, sondern mit den eigenen Anforderungen an eine zuverlässige Agentur abgleichen. Dazu ist es selbstverständlich hilfreich, wenn man sich darüber Gedanken gemacht hat, was die Agentur bieten und leisten soll!

    Die „Brotkrumen“ für die Agentur-Jagd!

    Nur mit einem Ziel im Kopf, kann man auch ein Fahrticket kaufen. Es ist daher ungemein hilfreich, wenn man sich über seine Ziele, die mit der Suchmaschinenoptimierung erreicht werden sollen, klar ist. Viele SEO Agenturen locken in ihren Botschaften bereits mit derlei Zielen, was nicht negativ ist. Doch sollte man spätestens im ersten persönlichen Gespräch, die Ziele konkreter abstecken. Will heißen: Mehr Traffic über die Suchmaschinen reicht nicht aus, mehr Besucher der eigenen Zielgruppe sollte das Ziel der Suchmaschinenoptimierung sein. Ähnliches gilt in Bezug auf das Ranking oder die Sichtbarkeit: „Dabei sein“ ist nicht alles, mehr Conversions und mehr Umsatz über (den organischen Teil der) Suchmaschinen sind wünschenswert.

    Mit den (vorerst) definierten Zielen kann man in die persönlichen Gespräche mit verschiedenen SEO Dienstleistern gehen. Wer sich nicht sicher ist, welche Agentur er kontaktieren möchte, kann sich beispielsweise bei Geschäftspartnern oder befreundeten Dienstleistern erkundigen, die selber über eine erfolgreiche Webseite verfügen. Auch kann man sich erkundigen, welche Agenturen in der näheren Umgebung Suchmaschinenoptimierung anbieten – wenngleich dieser Faktor nicht ausschlaggebend sein muss, da die meisten (seriösen) Dienstleister auch einen Hausbesuch abstatten.

    Im Gespräch können dann unter anderem folgende Fragen geklärt werden:

    ✓ Werden zu Beginn der Zusammenarbeit Zielwerte festgelegt (CPL, CPO etc.)?
    ✓ Werden Ausgangslage, Zielgruppe und Konkurrenz analysiert?
    ✓ Welche Tracking-Methoden, Tools und Software werden eingesetzt?
    Wie würde eine Suchmaschinenoptimierung beispielhaft ablaufen?

    Wichtig ist aber auch…

    • Wie sehen die Vertragsbedingungen aus?
    • Wie setzen sich die SEO Preise zusammen?
    • Stimmt die „Chemie“ zwischen Kunde und Agentur?
    • Gibt es persönliche Ansprechpartner, regelmäßige Reportings und Backlink-Berichte?

    Weil die Auflistung sämtlicher Punkte, die für einen seriösen Dienstleister sprechen, an dieser Stelle den Rahmen sprengen würden, verweise ich gerne an das Whitepaper „Dienstleister-Check für E-Commerce & SEO“. Damit kann man sich dann wirklich sehr gründlich auf den Besuch beim SEO vorbereiten – und im Übrigen lässt sich damit auch der aktuelle Dienstleister prüfen!

    Um die Kriterien für die SEO-Agentur-Suche noch einmal einfach zusammenzufassen:

    • Achten Sie auf das Know-how des Dienstleisters, ggf. nicht nur im Gespräch hinterfragen, sondern auch auf der Website, dem Blog, auf Veranstaltungen und Messen sowie in den sozialen Kanälen der Agentur „überprüfen“.
    • Achten Sie auf die Arbeitsweise, die dem Kunden nicht nur vorab dargelegt werden sollte (z.B. wie die SEO im Groben umgesetzt wird), sondern auch regelmäßig durch Meetings und Reportings. Wichtig: Wie regelmäßig erfolgen Meetings, Reportings, Berichte…?
    • Achten Sie auf das Preis-Leistungs-Verhältnis, das weder zu niedrig noch zu hoch sein sollte. In diesem Sinne sei auch gesagt: Billig einkaufen ist teurer! Sparfüchse erleben nicht selten eine böse Überraschung. Wenn Sie mehr über die Preise der Suchmaschinenoptimierung wissen möchten, empfehle ich Ihnen schlichtweg meinen Blogartikel zum Thema.

    Diese Angebote sollten Sie stutzig machen!

    Auf den Homepages, in Anzeigen und Gesprächen werden viele Versprechen gemacht. Einige können gehalten werden, andere nicht, wiederum andere haben nicht das gewünschte Ziel als Ergebnis. So kann man sicherlich SEO für 49,90 Euro im Monat einkaufen. Die Frage ist: Was bekommt man dafür? Ähnlich verhält es sich mit dem Versprechen: Wir bringen Sie auf Platz 1 in der Suchmaschine! Die Frage ist hier: Welche Suchmaschine und unter welchem Keyword? Liefert die Platzierung unter dem optimierten Suchbegriff keine qualifizierten Besucher, ist das Geld für die SEO Agentur verschwendet. Was ist mit „kurzfristigen Erfolgen“ und „einmaliger Optimierung“ – würden Sie zuschlagen? Bitte nicht, denn langfristig und nachhaltig ist besser als kurzfristig und einmalig ist nichts in der Suchmaschinenoptimierung.

    Vor Vertragsabschluss sollten Sie sich außerdem genau informieren, was bei Vertragsende passiert. Es gibt Anbieter, die löschen bei Vertragskündigung sämtliche Backlinks, womit das Geld für den Linkaufbau hinfällig wäre. Bei anderen Verträgen läuft man Gefahr, dass einem die Webseite bei Vertragsende gar nicht gehört, sondern ebenfalls bei der Agentur bleibt. Beides ist höchst unseriös!

    Suchmaschinenoptimierung: Leistungen, die Ihre Agentur bieten sollte!

    Jede SEO Agentur arbeitet unterschiedlich, und doch sind sie (alle) gleich. Bei der Vorgehensweise sollten aber bestimmte Schritte keinesfalls fehlen.

    Ein professioneller SEO Dienstleister…

    berät ausführlich und kundenspezifisch. Die Agentur sollte Maßnahmen empfehlen und umsetzen, die NACH einer ersten Analyse und Besprechung mit dem Kunden entwickelt werden. Pauschalangebote können gefährlich sein – entweder man bekommt zu wenig oder zu viel. Eine gute und umfassende Beratung beinhaltet die Definition von Zielen und ggf. auch Vorschläge zu Verbesserungen des Konzepts oder zum Umfang der SEO-Maßnahmen. Sicherlich ist es gut, wenn die Agentur die Kundenwünsche umsetzt. Sie sollte aber auch ihre Erfahrung einbringen und vor unnötigen, aufwändigen oder zu kurzfristigen Schritten warnen. Eine professionelle (Erst-)Beratung erkennt man an einer ganzheitlichen Sichtweise!

    analysiert das Konzept, die Webseite / den Onlineshop und die Konkurrenz / den Markt noch BEVOR einzelne Maßnahmen der Onpage- und Offpage Optimierung besprochen bzw. konkret werden. Dabei wird das Webprojekt im Ganzen betrachtet und auf Schwachstellen sowie Potenziale geprüft. Ausgehend von dem Ist-Zustand kann eine Strategie entwickelt und empfohlen werden. Ohne Analyse besteht keine Chance, die Sichtbarkeit mit den richtigen Maßnahmen zu verbessern. Ein seriöser SEO Dienstleister analysiert aber nicht nur zu Beginn, sondern während des laufenden Projekts. Zahlen bilden die Grundlage für weitere Optimierungen und Anpassungen der Maßnahmen oder Kampagnen.

    recherchiert relevante Suchbegriffe und erkennt Potenziale in neuen Keywords. Ein erfahrener SEO weiß hier unterschiedliche Tools zu nutzen, Keywords entsprechend der Zielgruppe zu bewerten und den Optimierungsaufwand einzuschätzen. Gemäß des individuellen Budgets können dann verschiedene Suchbegriffe definiert werden, für die eine Suchmaschinenoptimierung vorgenommen wird. Und je besser an dieser Stelle die ausgewählten Keywords (und deren Suchvolumen/ Wettbewerb) mit dem Budget einhergeht, umso erfolgreicher kann die SEO werden. Mit kleinem Budget ist es kaum möglich, auf stark umworbene Suchbegriffe zu optimieren.

    bereinigt im Zuge der Webseitenanalyse und -optimierung wichtige Onpage- und Offpage-Faktoren, beispielsweise tote Seiten, faule Links und inhaltliche Duplikate. Er löscht also alle Schwachstellen aus, die einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung im Wege stehen. Ziehen Sie die SEO Agentur von Anfang an zu Rate und lassen von ihr das Webprojekt komplett realisieren, sollten derlei Reinigungsmaßnahmen natürlich nicht notwendig sein.

    realisiert die definierten Maßnahmen Schritt für Schritt. Die technische Basis wird optimiert, Content wird geschrieben, Links werden aufgebaut, Kampagnen werden umgesetzt und vieles mehr. Das dauert nicht nur seine Zeit, man sollte der Umsetzung auch seine Zeit geben, damit die Maßnahmen wirken können. Suchmaschinenoptimierung funktioniert nicht von heute auf morgen.

    optimiert was nicht passt. Das ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass selbst für Webseiten aus derselben Nische unterschiedliche Bedingungen gelten und somit auch SEO Agenturen z.B. mit A/B-Tests herausfinden müssen, welche Maßnahme besser funktioniert und welche nicht. Gleichzeitig muss man auf äußere Einflüsse wie Algorithmus-Änderungen bei Google oder SEO-Bemühungen der Konkurrenz reagieren und den Webauftritt entsprechend anpassen.

    Mit diesem Wissen und dem Whitepaper können Sie sich gründlich auf die Suche nach einer SEO Agentur vorbereiten. Das erspart Ihnen aber nicht die Mühe, Ziele zu definieren, die mit der Suchmaschinenoptimierung realisiert werden sollen. Natürlich muss das nicht bis ins kleinste Detail geschehen. Entsprechende Meilensteine werden dann ohnehin gemeinsam mit der SEO Agentur definiert.

  • Der Kampf um Positionen beginnt

    Im Kampf um die wichtigen Positionen bei Google und Co. Sind Webmaster, Seitenbetreiber und SEO Agenturen nicht allein. Der Markt bietet eine breite Palette an Software für die Suchmaschinenoptimierung – teilweise sogar kostenlos. Meine Auswahl nützlicher, kostenloser und kostenpflichtiger Tools hilft, den Überblick zu behalten, wenn man SEO selber macht oder eine SEO Agentur sucht.

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    Warum Tools & Software verwenden?

    Software und Tools sind wichtige Werkzeuge für den Suchmaschinenoptimierer und die SEO Agentur. Denn mit ihnen kann der Ist-Zustand einer Website detailliert ermittelt werden, der dann wiederum Optimierungspotenziale und Schwächen offenlegt. Ein solcher Check erfolgt IMMER zu Auftrags- oder Projektbeginn, aber auch IMMER wieder in regelmäßigen Abständen, um den Erfolg der SEO Maßnahmen zu prüfen und diese ggf. anzupassen. Warum? Weil, wie ich bereits im Artikel „SEO Definition“ erklärt habe, eine Suchmaschine und die ganze Welt um sie herum dynamisch ist.

    Also: Warum sollte man als Anfänger Tools nutzen und warum verwendet jede professionelle SEO Agentur Software und Co.? Warum prüfen Unternehmen Absatzzahlen, Ausgaben und Werbeerfolge? Weil es für den Erfolg entscheidend ist, sein Business zu kennen, auf Veränderungen reagieren zu können und neue Strategien zu entwickeln.

    Und Suchmaschinenoptimierung ist dann erfolgreich, wenn man den Verlauf der Webseite verfolgen und die Performance mit Wettbewerbern vergleichen kann.

    Ein Überblick: Tools & Software für die Suchmaschinenoptimierung

    Ladezeiten überprüfen, Keywords auswählen, Traffic analysieren, Backlinks checken: Wo fängt man an, wo hört man auf? Hier gibt es jetzt mal endlich eine Übersicht zu verschiedenen Tools, die die Suchmaschinenoptimierung unterstützen – entweder als Allrounder oder Spezialisten. Einige der Tools und Softwares werden vollständig oder teilweise kostenlos angeboten – und eignen sich damit ideal für Einsteiger. Andere sind kostenpflichtig und werden häufig in der professionellen SEO eingesetzt, weil sie umfangreiche Daten liefern und die Auswertung verschiedener Webseiten erleichtern. Das bedeutet aber nicht, dass Experten auch auf kostenlose Software zurückgreifen oder Anfänger nur zu frei verfügbaren Angeboten greifen sollten.

    Die Reihenfolge der SEO Tools ist wahllos.

    Onpage.org

    Wenn es um die Webseitenanalyse und die Optimierung geht, ist Onpage.org eines der beliebtesten Tools unter Anfängern und SEOs. Es gibt sowohl eine kostenfreie, in ihren Funktionen eingeschränkte Version als auch die Bezahlvariante. Neben detaillierten Auswertungen bietet das Tool auch Reportings und liefert Tipps für die Webseitenoptimierung.

    Onpage.org ist ein überzeugendes Tool zur Webseitenanalyse.

    Sistrix

    Sistrix, mehrmals als „Bestes SEO-Tool“ ausgezeichnet, bietet ebenfalls die freie Version „Smart“ und die kostenpflichtige „Toolbox“. Pro Domain erhält man wertvolle Zahlen und Auswertungen zur Sichtbarkeit, zu Keywords, zu Rankingveränderungen, zum Wettbewerb und vieles mehr. Nach eigenen Angaben liefert Sistrix mit der Toolbox „automatisch alle wichtigen Daten zu praktisch jeder Domain“. Das Tool eignet sich jedoch nur für Webseiten, die für Google optimiert werden sollen.

    Sistrix ist ein SEO-Allrounder und liefert wichtige Analyse-Daten.

    Seolytics

    Seolytics ist eine sehr umfangreiche Software, um die Entwicklung der Webseite im Auge zu behalten. Für eine Domain kann die Software sogar kostenlos genutzt werden. Immerhin, Seolytics schränkt die Funktionen in der freien Version nicht ein. Das Programm liefert täglich Auswertungen zu Keywords, Ranking, Sichtbarkeit, Backlinks und mehr. Es erleichtert die Analyse der Daten ungemein und unterstützt die täglichen Arbeitsprozesse einer SEO Agentur. Die Wettbewerbsanalyse wird mit Seolytics ebenso möglich wie Analyse der SERPs.

    Seolytics ist ein vielversprechender Allrounder zur Analyse und Optimierung.

    Searchmetrics

    Searchmetrics ist ein Tool zur Verbesserung der Suchmaschinenoptimierung, klar, aber auch insbesondere zur Keyword-Optimierung des Contents. Der Nutzer erhält Keywordempfehlungen und kann das Ranking von Suchbegriffen überblicken. Zusammen mit einer umfangreichen Wettbewerbsanalyse zeigt das Tool gute Optimierungspotenziale auf. Umfassende Funktionen zur Content-Optimierung und anderen Bereichen liefert das Tool jedoch nur nach dem Kauf von Erweiterungspaketen.

    Searchmetrics liefert umfangreiche Auswertungen zu Keywords und Meta-Tags.

    Xovi

    Die Software Xovi bietet verschiedene Tools zur Verbesserung der Ladezeiten, der Contentqualität nach WDF*IDF, zur Sichtbarkeit, zum Traffic und zum Wettbewerb. Die Funktionspalette ist ausgewogen, Xovi ist daher ein guter Allrounder. Da die Anzahl der Daten begrenzt ist, muss man vor allem bei größeren Projekten die Funktionen erweitern und verschiedene Pakete hinzukaufen.

    Xovi ist ein guter Allrounder für den Einstieg in die SEO.

    Hubspot

    Hubspot ist das Tool für Online Markting, nicht nur für SEO. Vor allem aber ist Hupspot eine Plattform, um die vertrieblichen Prozesse zu optimieren und eine Übersicht z.B. zu Deals und verpassten Abschlüssen zu erhalten. Im CRM+Marketing-Paket bietet Hubspot ein Keyword-Analyse-Tool und hilft in diesem Zusammenhang Themen zu priorisieren, um Traffic zu generieren. Gleichfalls bietet das Tool Unterstützung bei der Onpage- und Rankinganalyse, liefert SEO-Tipps für Content und analysiert Daten aus sozialen Netzwerken.

    Hubspot, der Profi für Indound Marketing, vereint viele Funktionen.

    Linkbird

    Linkbird vereint verschiedene Tools zur Keywordrecherche, Contenterstellung und -verteilung. Deckt damit im Grunde alle Prozesse des Content Marketings ab. Eine wichtige Funktion ist das Aufgabenmanagement. Das bündelt sämtliche Vorgänge rund um neuen Content auf einer Plattform. Redakteure erhalten alle relevanten Informationen wie Themen und Keywords und können den Beitrag sogar direkt in Linkbird verfassen. Sämtliche Kommunikation findet über die Plattform statt, die gleichzeitig den Erfolg anhand von Backlinks misst und zu ausgewählten Keywords die Rankingergebnisse der Konkurrenz liefert. Von Linkbird gibt es keine kostenlose Version, bis auf die 14-tägige Testzeit zu Beginn.

    Für inhaltslastige Webseiten, verschiedene Projekte und die Zusammenarbeit mit mehreren Autoren ist Linkbird genau die richtige Unterstützung.

    MOZ

    Das US-amerikanische Tool MOZ bietet insbesondere im Bereich der Offpage-Optimierung hilfreiche Funktionen. Dazu zählen Analysen zu Keywords und SERPS, zum Wettbewerb, zu den Backlinks und zur Sichtbarkeit. In der Standard-Version ist die Anzahl der Keywords auf 300 begrenzt. Besonders innovativ zeigt sich das Tool in Sachen Wettbewerb. Bis zu fünf Werbekampagnen kann der Nutzer anlegen und diese mit drei Konkurrenten vergleichen. Unter den verschiedenen Versionen, die man kaufen kann, findet sich auch die Erweiterung „MOZ local“, die die lokale Optimierung erleichtert.

    MOZ erleichtert vor allem die Keyword-Recherche, das Keyword-Monitoring und die Wettbewerbsanalyse und -beobachtung.

    Google Search Console

    Die Google Search Console, ehemals Webmaster Tools, gehört zu den (kostenlosen) Allroundern. Verschiedene Tools und Funktionen unterstützen den Webmaster oder SEO bei der inhaltlichen, technischen und strukturellen Analyse und Optimierung der Webseite. Google Search Console liefert Detailauswertungen zum Crawling, zu Suchanfragen, zu Trafficzahlen und zur Backlinkstruktur. Die Daten und Auswertungen zur Webseite liefern vor allem einen Einblick darüber, wie die Suchmaschine selber Webseiten sieht.

    Google Search Console ist absolutes Standard-Werkzeug für Anfänger und Experten gleichermaßen.

    Google Analytics

    Google Analytics gehört ebenfalls zu den bekanntesten Tools zur Webseitenanalyse und Suchmaschinenoptimierung – und ist noch dazu ein kostenloses Werkzeug, das sich für Einsteiger und Profis eignet. Das Tool liefert detailliert und übersichtlich Daten zu den Zugriffszahlen und Besuchern pro Tag. Über die „Live“-Funktion kann man sogar die entsprechenden Daten in Echtzeit einsehen.

    Google Analytics ist für Traffic– und Besucherauswertungen unersetzlich.

    Pagespeed Insights

    Die Pagespeed Insights, ebenfalls aus dem Hause Google und kostenlos, liefern wichtige Informationen zu den Ladezeiten einer Seite – leider nicht für die gesamte Webseite, sondern immer nur für die jeweilige URL. In den Analyse-Reportings liefert Google dann direkt Optimierungsvorschläge für die Seite. Über das Tool können Seiten für Mobilgeräte und Desktop überprüft werden.

    Google Pagespeed Insights ist ein hilfreiches Tool als Basis für weitere Analysen zur Ladegeschwindigkeit.

    Das war’s schon mit den SEO Tools und Softwares? Ganz und gar nicht, die Liste lässt sich tatsächlich recht lang fortsetzen. Weitere SEO Tools sind unter anderem onpagedoc.com (Onpage Optimierung), rankingcoach.com (Webseitenanalyse), die Webmaster Tools von Bing und Seolyser.de (SEO Analyse). Den Traffic überblickt man besser mit alexa.com. Backlinks prüft man mit backlinktest.com (Backlinkcheck mit Linktext) sowie seokicks.de (Backlinkcheck). Keywords analysiert man weiterhin mit ubersuggest.io (Keyword Recherche) sowie seorch.de (Longtail Keyword Recherche). Seitenreport.de (Keyworddichte) und seitwert.de (SEO Analyse) dürfen ebenso wenig fehlen wie validator.w3.org (Backlinkcheck) und hootsuite.com (Social Media Monitoring).

    Software und Tools erleichtern die Suchmaschinenoptimierung ungemein, können aber immer nur eine Basis für Maßnahmen und Strategie sein. Die Auswertungen müssen also richtig interpretiert werden – und das gelingt in der Regel durch Erfahrung!

    Mit CMS & Plugins SEO betreiben

    Content Management Systeme (CMS) und entsprechende Plugins erleichtern heute nicht mehr nur die Verwaltung der Webseite, sondern auch die Suchmaschinenoptimierung. Viele CMS aus dem Open Source Bereich sind bereits entsprechend vorprogrammiert, so dass die später erstellten Seiten einfacher suchmaschinenfreundlich gestaltet werden können. Die jeweiligen Communities haben darüber hinaus zahlreiche Plugins entwickelt, um die SEO der Webseite zusätzlich zu erleichtern.

    Exkurs: Was tut ein gutes CMS für SEO?

    Mit einem guten Content Management System, ob Open Source oder Spezialanfertigung, kann man die Weichen für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung stellen. Und zwar unter anderem so:

    • Meta-Tags für Description, Robots index/noindex, Robots follow/nofollow und weitere stehen zur Verfügung
    • Trennung von Content und Stylesheet für bessere Ladezeiten
    • Verzicht auf Flash, stattdessen HTML5
    • CSS und Javascript entweder kombiniert oder extern
    • Dynamische XML-Sitemap wird automatisch erstellt
    • Statische Kategorieseiten (URL)
    • Erzeugung sprechender URLs nach Vorgabe von Kategorie und Tags
    • Verwendung von Hyperlinks und individuellen Ankertexten
    • Webseitennavigation nach dem Breadcrump-Prinzip
    • Vollständige Integration von Social Media in die Webseite
    • Unterstützung von Responsive Design und verschiedenen Browsern

    WordPress

    WordPress, eigentlich ein Blogsystem, hat sich als beliebtestes Content Management System – unter Webseiten – durchgesetzt und ist mittlerweile auf über 25 % der Webseiten installiert. Das hat den Vorteil, dass sich eine Vielzahl von Programmierern mit der Erstellung von neuen Plugins beschäftigt und die Auswahl an Erweiterungen sehr gut und sehr groß ist. Der entscheidende Grund, warum sich so viele Webmaster und Agenturen für WordPress entscheiden, ist die sehr einfache Bedienung des CMS. Im Grunde können ohne Programmierkenntnisse Webseiten gepflegt, verwaltet und erweitert werden. Ein Vorteil, den viele Kunden von SEO Agenturen schätzen.

    WordPress verfügt, wie die meisten anderen CMS, über Funktionen, die die Suchmaschinenoptimierung erleichtern – beispielsweise die Verwendung von Meta-Tags oder die Anpassung an statische URLs.

    Benötigt man zusätzliche oder speziellere Funktionen kann man aus einer Vielzahl von SEO-Plugins auswählen. Es gibt 49.335 Plugins (Stand: März 2017).

    WordPress-SEO-Plugins:

    • Komplettlösungen: All in One SEO Pack, wpSEO, Yoast SEO Plugin
    • Bildoptimierung: SEO Friendly Images, WP Smush.it, EWWW Image Optimizer
    • Caching: W3 Total Cache, hyper Cache, Cachify
    • Mobilseiten: AMP
    • Content & Verlinkung: Yet Another Related Posts Plugin (YARPP), Table of Contents Plus
      weitere sind Google Analytics von MonsterInsights, Page Builder by SiteOrigin und Google XML Sitemaps

    Typo3

    Typo3 ist das Content Management System für größere Webseiten, da das Menü als Baumdiagramm erstellt wird und einen optimalen Überblick zu den Kategorien und Unterseiten bietet. Das ist für viele logischer, gleichzeitig entspricht es dem Aufbau in Sitemaps, was auch hier die Arbeit an der Webseite erleichtert. Bei Typo3 kann man weiterhin auf mehrere Programmiersprachen zurückgreifen, was einem Webseitenbetreiber oder SEO mit entsprechenden Fachkenntnissen mehr Freiheiten lässt. Man ist nicht nur auf PHP bzw. MySQL beschränkt.

    Auch Typo3 lässt verschiedene SEO-Maßnahmen in der Standardversion bereits zu, so dass der Redakteur unmittelbar bei Contenterstellung auch Meta-Tags und Bilder bearbeitet werden können.

    Da die Community bei Typo3 nicht sooo groß ist, ist die Anzahl der Plugins auch deutlich überschaubarer als bei WordPress. Für Typo3 Webseiten gibt es rund 1.500 Extensions.

    Typo3-SEO-Plugins:

    • Quellcode: SourceOptimization
    • Fehlerhafte Seiten: 404 Error Page Handling
    • SEO: Metaseo (auch Schnittstelle zu Google Tools), Mindshape SEO, Basic SEO Features, Clickstorm SEO

    Joomla

    Joomla ist ein ähnlich umfangreiches Content Management System mit vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten wie Typo3, in Deutschland jedoch weiter verbreitet. Das CMS wird vor allem gerne für gewerbliche Webseiten, e-commerce und Portale verwendet. Das Backend bietet von Haus aus Grundeinstellungen, mit denen man die Webseite für Suchmaschinen optimieren kann. Darunter finden sich wichtige Onpage-Aspekte wie suchmaschinenfreundliche URLs, 301-Rewrite, Meta-Tags und ähnliches. Technisches Know-how benötigt der Nutzer in der Regel nicht. Anfänger brauchen jedoch etwas Einarbeitungszeit, um sich mit Joomla zurecht zu finden.

    Ebenfalls als Open Source Software frei verfügbar liefert die Community von Joomla zahlreiche Plugins und Erweiterungen, um die Webseite individuell anzupassen. Im Joomla Extensions Directory findet man rund 7.800 Plugins.

    Joomla-SEO-Plugins:

    • Keywords & Meta-Tags: SEO-Generator, Easy Frontend SEO, SEO Simple,
    • SEO: sh404SEF (Schnittstelle zu Google Analytics), Xmap, SEO Boss
    • Bilder: Resize Image on the Fly and Cache,
    • Ladezeiten: JCH Optimize

    Shopware

    Shopware ist eine deutsche Software für Onlineshops, die in der Community Version frei erhältlich und professionellen Paketen kostenpflichtig ist. Shopware basiert auf PHP und nutzt die MySQL Datenbank. Einige Vorzüge des Shopsystems ist die Integration mehrerer Shops auf unterschiedlichen Domains und die Anbindung an Systeme externer Anbieter z.B. von Warenwirtschaftssystemen. Shopware bietet als Modulsystem verschiedene SEO relevante Vorteile wie kurze Ladezeiten, für Mobilgeräte optimierte Seiten und die Integration von AdWords oder Sales-Aktionen im Backend.

    Shopware-SEO-Plugins:

    • SEO Komplettlösungen: SEO Professional, SEO Manager, Shopware SEO, SEO Advanced
    • Content: Shopware CMS, SEO Ratgeber / Lexikon / Wiki, cms4shop
    • Bilder: TINYPNG, Kraken.io Image Optimizer

    Magento

    Magento ist ein Shopsystem, das weltweit Anhänger findet und nach eigenen Angaben über die weltweit größte Community im e-commerce verfügt. Magento soll einen Marktanteil von 26 % unter den Shopsystemen haben. Wie bei anderen Open Source Programmen bietet auch Magento eine frei verfügbare Community Version an. Darüber hinaus können professionellere Pakete kostenpflichtig erworben werden.

    Magento ist ein modulares System und lässt sich durch zahlreiche Plugins und Funktionen den individuellen Vorstellungen des Betreibers anpassen. Eine gute SEO-Basis ist aber auch schon ohne Extensions möglich – beispielsweise die Anpassung der Meta-Tags, Formatierung des Contents und die Angabe sprechender URLs für jede Seite.

    Magento-SEO-Plugins:

    • SEO: SEO Suite Ultimate, Advanced SEO Suite, Creare SEO, Magestore SEO Plus
    • Content: SEO Content Optimization
    • Bilder: Nicer SEO Image Names
    • Google: Google Rich Snippets, XML Google Sitemap

    OXID eSales

    OXID eSales ist ein vor allem in Deutschland beliebtes Shopsystem, da es hierzulande entwickelt wurde und somit bestens auf den heimischen Markt abgestimmt ist. Das betrifft unter anderem rechtliche Aspekte eines Onlineshops. Darüber hinaus ist OXID eSales vielseitig, flexibel und einfach zu bedienen. Um den chronischen Textmangel in Onlineshops zu beheben, kann OXID eSales mit Typo3 kombiniert werden. Gleichzeitig können verschiedene Marketingtools für Produkte, Kategorien, Rabatte und ähnliches eingesetzt werden.

    In der lizenzfreien Version können unter anderem Meta-Daten, URLs und Seitentitel individualisiert werden. Darüber hinaus ergänzen Plugins die Möglichkeiten zu verschiedenen SEO-Einstellungen.

    OXID-SEO-Plugins:

    • Analysen: OXID-XOVI-Modul, gn2 tracking
    • SEO: Einscommerce SHOPSEOPACK, OXID Module Google XML Sitemap
    • Vertrieb: OX2BAY eBay Auctionmanagement, DHL Postpay Payment

    Welche Software, welches Tool, welches CMS? Was die beste Wahl ist, entscheidet immer der Anwender – im Idealfall entsprechend des Einsatzzwecks sowie der eigene Fähigkeiten und Expertise. Wie haben Sie sich entschieden? Hinterlassen Sie dazu gerne einen Kommentar.

  • Mythos oder Wahrheit? 20 Tipps und 10 Fehler. So bewertet Google die Signale. Was ist Social SEO? Buzzwordig geistert der Begriff seit einiger Zeit durch die Branche und Kundenköpfe, ohne dass sie eigentlich genau wissen, wie man Social SEO zu verstehen hat. Weil es so unterschiedliche Aspekte gibt, und Entscheider vielleicht deshalb nicht wissen, wo vorne und hinten ist, und weil das Thema nicht an Bedeutung gewinnt, sondern präsent ist, will ich jetzt einfach mal die wichtigsten Fragen rund um Social SEO klären, eine Definition und hilfreiche Einschätzungen bieten.

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    Social SEO: Eine Definition

    Social SEO wird gemeinhin als Suchmaschinenoptimierung definiert, die sich nicht auf die Onpage- und Offpage-Faktoren konzentriert, sondern auf Maßnahmen in sozialen Netzwerken. Man verbindet also die Verbesserung der Rankings innerhalb von Suchmaschinen (natürlich Google) mit Maßnahmen des Social Media Marketings. Bevorzugt greift man hier auf Facebook und Twitter zurück. Hintergrund sind die sogenannten Social Signals, die Google zunehmend als Einflussfaktor für die Bewertung der Webseiten berücksichtigen soll. Man versucht also, mit möglichst vielen Social Signals Suchmaschinenoptimierung zu betreiben. Ob das klappt?

    Social Signals als Rankingfaktor?

    Likes, Shares, Kommentare und Retweets werden gemeinhin als Social Signals bezeichnet. Es sind die Interaktionsmöglichkeiten, die private Nutzer mit Fan- und Firmenseiten (öffentlich) haben können. Verschiedene Studien wollen herausgefunden haben, dass ein Zusammenhang zwischen guten Google-Platzierungen und vielen Social Signals bei Facebook und Twitter besteht. So können vor allem die oberen Plätze in der SERP eine aktive Gemeinde in sozialen Netzwerken vorweisen. Mögliche Schlussfolgerungen der Studien: Entweder handelt es sich um eine bedeutende Marke oder eine Seite, die regelmäßig neuen Content postet und twittert. Beides gute Faktoren, um in der Suchmaschine ein gutes Ranking zu erzielen und viele Fans auf Facebook und Twitter zu haben.

    Ein tatsächlicher Einfluss der Social Signals auf das Ranking speziell bei Google konnte aber nicht nachgewiesen werden. Und auch der Suchmaschinenriese selber zeigt sich bei dem Thema Social SEO und Social Signals eher zurückhaltend. Wenn Sie wissen möchten, welche Faktoren durchaus Einfluss auf die Position der Webseite nehmen, empfehle ich meinen Beitrag zu den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung.

    Was sagt Google zum Thema Social Signals?

    Die einen glauben, Google habe Social Signals als Rankingfaktor berücksichtigt, bei den anderen sind sie nie relevant gewesen. Über die Jahre hinweg ist die Diskussion um die Bedeutung der Social Signals für das Ranking immer neu entfacht. In 2012, 2013 und 2014 erklärte Matt Cutts, damaliger Chef des Webspam-Teams von Google, immer wieder in vagen Statements, wie die Suchmaschine die Social Signals betrachte. Erst waren die herkömmlichen Backlinks noch deutlich gewichtiger, aber soziale Signale nicht zu vernachlässigen – mit Blick in die Zukunft. Dann war Social Data in 2013 wieder das am meisten überschätzte Kriterium, wenngleich sich die Bedeutung ändern könnte. In 2014 wurde dann erklärt, dass weder Facebook- noch Twitterseiten bevorzugt bewertet würden.

    Eines der jüngsten Statements von Google zum Thema Social Signals erhielt Danny Sullivan von Search Engine Land auf der SMX West Konferenz im März 2017 im Rahmen eines „Ask Me Anything“ mit Gary Illyes, Webmaster Trend Analyst, und Mariya Moeva, Webmaster Outreach Analyst, beide von Google. Auf die Frage „Wird Traffic von E-Mails oder aus Social Media das Ranking beeinflussen? Oder in anderen Worten: Nutzt Ihr Social Signals?“ kam die Antwort von Illyes: „Wir haben in der Vergangenheit ein spezielles Feature genutzt, aber dann hat die Social Media Seite das Feature abgeschaltet, und das war wirklich schlimm, und aus diesem Grund wollen wir nicht auf Social Signals angewiesen sein.“

    Wäre damit die Diskussion beendet?

    Warum das alles nicht so einfach ist!

    Die sozialen Netzwerke haben sowohl für uns Dienstleister aus der SEO und Online Marketing Branche als auch für den Privatnutzer eine hohe Relevanz, und damit auch für Unternehmen, die im Internet Präsenz zeigen wollen (einschließlich Reichweite gewinnen, Traffic generieren, Umsatz steigern, Image aufpolieren, etc.).

    Man könnte also schon aus diesem Grund meinen, dass Suchmaschinen früher oder später Social Signals berücksichtigen und sich Social SEO so richtig lohnt. Ein weiterer Grund, warum die ganzen Signale vermutlich doch nicht so unwichtig sind, liegt im Hintertürchen, welches sich Google – vor einigen Jahren noch via Matt Cutts – stets offen hält: Wer weiß, wie sich die Dinge in der Zukunft verändern!

    Social Media hat vor allem dahingehend ein großes Potenzial, dass Unternehmen und Dienstleister Content verbreiten, Traffic generieren und Marken aufbauen können. Und dieses Potenzial kennt auch Google. Eine Traffic-Auswertung von Twitter über Google Analytics ist schon möglich. Weiterhin sind Tweets seit Mai 2015 wieder in den Suchergebnissen von Google zu finden.

    Mythos oder Wahrheit: Gibt es Social SEO?

    Die Antwort kennt nur Google selber. Ich und alle anderen Kollegen können nur spekulieren. Ich vermute, dass Social Signals in Zukunft an Bedeutung gewinnen. Wenn nicht direkt für die Suchmaschinenoptimierung, dann doch in jedem Fall für die Zielgruppe. Und vielleicht ist es einfacher, wenn man Social SEO zunächst vor diesem Hintergrund begreift und als eine Art Optimierung für Social Media Beiträge umsetzt.

    Sinnvoll wäre es daher, wenn man Social Signals (noch) nicht als Rankingfaktor betrachtet, sondern als Ziel für das Social Media Marketing: Mit frischem Content Social Signals erzielen, die Reichweite, Backlinks, Traffic und Umsatz bringen. So schließt sich dann auch der Kreis zur Suchmaschinenoptimierung, denn eine Seite deren Inhalte eine hohe Reichweite aufweisen und vielfach verlinkt werden, scheint auch für Google relevant zu sein.

    Knackigen Content über Facebook, Twitter und andere relevante soziale Netzwerke verbreiten und auf eine hohe Reichweite hoffen, sodass z.B. Blogger erreicht werden, die den Inhalt aufgreifen und verlinken. Stichwort: Sozialer Linkaufbau! Das bringt nicht nur Backlinks, sondern auch themenrelevanten, qualifizierten Traffic.
    Durch die Reichweite, die Erwähnungen und Backlinks steigt die Autorität einer Webseite, einer Marke oder eines Unternehmens, was wiederum positiven Einfluss auf das Ranking nimmt. Gleichzeitig wächst die Präsenz innerhalb der sozialen Netzwerke.

    In 3 klitze-kleinen Schritten zum Social Signal

    1. Webseite & Social Media Profil
    Der offizielle Internetauftritt sollte im Idealfall mit den Social Media Profilen des Unternehmens eine Einheit bilden bzw. sich ergänzen. Wichtig ist, dass beide Kanäle professionell und ansprechend erstellt sind, fehlerfrei funktionieren und miteinander verknüpft sind.
    Social Media Buttons auf der Webseite sollten daher ebenso Pflicht sein, wie der Link zur Homepage oder zum Kontakt auf dem Social Media Profil, was ganz nebenbei tatsächlich zur (Impressums-)Pflicht gehört.

    ➔ Um es Redakteuren und Bloggern einfacher zu machen, den Content zu verwerten und damit zu verbreiten, empfiehlt sich ein Embed-Code, damit sie den Inhalt unkompliziert auf der Seite uploaden können.
    ➔ Natürlich sollte der Internetauftritt gepflegt und regelmäßig überarbeitet werden, aber insbesondere die Profile auf Facebook, Twitter und Co. sollten fortlaufend betreut werden. Das gilt nicht nur für das Posten von Inhalten, sondern auch Reaktionen auf Kommentare und Nachrichten. Im Idealfall kann man so auch Kritik die Kraft nehmen, zum Shitstorm zu werden. Warum man sich vor dem Ungeheuer „Shitstorm“ nicht fürchten sollte, erfahren Sie hier!

    2. Content
    Da ja am Ende des Tages ein Nutzer den Inhalt einer Marken- oder Unternehmensseite auf Facebook kommentieren oder auch Twitter retweeten soll, ist der Content auch für Social Signals King! Für die sozialen Netzwerke die richtigen Inhalte zu produzieren, ist nicht trivial. Denn vielen Usern gefällt zwar unter Umständen was sie sehen. Das liefert aber nicht zwingend einen Like, Share oder Kommentar. Aber es geht genau um diese Interaktion, die sich ein Unternehmen auf Facebook und Twitter wünscht. Content für das Social Web muss also nicht nur einen Mehrwert bieten, sondern im Idealfall auch teilenswert sein.

    ➔ Der Content sollte daher relevant, diskussionswürdig, besonders unterhaltsam, problemlösend, nützlich, provokant, exklusiv oder brandneu sein. Bei der Contentproduktion sollte man berücksichtigen, dass Facebook und Twitter keine Presseschleudern sind und das der Nutzer auf diesen Plattformen andere Inhalte und Informationen erwartet als auch der Webseite. Beliebt sind nicht nur Videos und Infografiken, sondern auch behind-the-scenes-Content.
    ➔ Damit das Interesse nicht nachlässt, sollte man abwechslungsreichen Content liefern – sowohl in der Darstellungsform (bspw. Videos, Bilder, Ratgeber, Checklisten, Umfragen, Grafiken, Last-Minute-Angebote) als auch inhaltlich mit Bezug auf die im ersten Punkt genannten Attribute.
    ➔ Wer seinen Content postet, sollte keinesfalls die Call-to-Action vergessen. Es ist keine Schande, den Fans und Followern zu sagen, was man sich mit dem Post erhofft. Also durchaus mal zur Diskussion anregen oder um ein Like bitten, wenn der Inhalt gefällt.

    3. Analyse
    Das Social Media Marketing erfolgt unmittelbar andere Ziele als das Online Marketing oder die Suchmaschinenoptimierung im Speziellen, aber am Ende geht es um Traffic, Conversions und Umsätze. Die Aktivitäten auf den sozialen Kanälen zu verfolgen und zu analysieren, ist daher zwingendes Mittel für den Erfolg im Netz. Über Google Analytics kann man unter anderem Tweets von Twitter auswerten lassen. Darüber hinaus gibt es Analyse-Tools für die sozialen Netzwerke, mit denen sich die Daten einfacher ermitteln und bewerten lassen.

    Zu guter Letzt: Sind Social Signals für Sie Thema im täglichen Social Media Marketing oder in der Suchmaschinenoptimierung? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit mir, hinterlassen Sie einen Kommentar und lassen Sie uns zum Thema diskutieren!

  • Anders als zum Beispiel Social SEO ist die Webseitenoptimierung für mobile Endgeräte deutlich transparenter für die Branche und ihre Teilnehmer – unter anderem weil der große Player Google ein Herz für Mobile SEO hat. Dieser Überblick bündelt alle relevanten Informationen, klärt Hintergründe und liefert hilfreiche Tipps für die Optimierung mobiler Webseiten.

    Contents

    Mobile SEO kurz erklärt

    Mobile SEO beschreibt nichts anderes als die Optimierung der Webseite oder des Shops für mobile Endgeräte – hauptsächlich Smartphones und Tablets, aber durchaus auch Smart-TVs. Ähnlich wie bei der herkömmlichen Suchmaschinenoptmierung werden auch in diesem Bereich verschiedene Faktoren an und im Umfeld der Webseite optimiert, damit sich ihr Ranking in den Suchergebnissen verbessert.

    Kurz & gut: Mobile SEO hat die optimale Darstellung von Internetauftritten via mobilen Endgeräten zum Ziel, um im mobilen Suchindex an Sichtbarkeit zu gewinnen.

    Smartphones als ständige Begleiter

    Im April 2016 zählte Statista 49 Millionen Smartphone-Nutzer in Deutschland. Die Suchmaschinenoptimierung für mobile Endgeräte ist ein logischer Schritt, nachdem vor allem das Smartphone aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Termine abstimmen, Einkaufslisten schreiben, E-Mails beantworten, Videos schauen, Bilder posten, Blumen bestellen, nach dem Weg suchen, die nächste Kneipe finden – um nur einige Beispiele zu nennen.

    Aufgrund der hohen Netzabdeckung nutzen wir das Smartphone aber nicht mehr nur zum Telefonieren, Nachrichten verschicken, E-Mails beantworten oder zur einfachen Informationssuche, sondern wir surfen (fast) wie am Desktop auf Shoppingseiten, Reiseportalen und Ratgebern. Rund 81 % der insgesamt 62 Millionen deutschen Internetnutzer ist im ersten Quartal 2016 via Handy ins Netz gegangen. Laptop und Desktop schauen da mit 69 % bzw. 65 % etwas traurig aus der Wäsche. Und das Smartphone gilt ja längst nicht mehr als „Surfbrett“ für unterwegs, sondern auch als Second Screen daheim auf dem Sofa, am Schreibtisch, im Bett oder am Küchentisch.

    Vorausgesetzt die Seite bietet höchstmögliche Usability via Smartphone oder Tablet. Denn während der Internetnutzer in Bezug auf Ladegeschwindigkeiten am Desktop äußerst ungeduldig ist, verzeiht er derlei Langsamkeit am Smartphone, dafür aber weniger nicht optimierte Seiten. Die Seitengröße beim Lesen ständig anpassen oder den Seitenausschnitt verschieben? No-Go! Komplizierte Bestell- und Bezahlprozesse? No-Go!

    Wie Google den Prozess beschleunigt

    Google verfolgt seit einigen Jahren die Strategie „mobile first“ und drängt Seitenbetreiber fortlaufend zur mobilen Optimierung ihrer Angebote. Im April 2015 wurde „mobile-friendliness“ zum Rankingfaktor. Ebenfalls in 2015 experimentierte Google mit separaten Suchergebnissen, um dann im Oktober 2016 anzukündigen, dass die Suchmaschine einen mobilen Index einrichten wird, der künftig als Hauptindex für Suchanfragen genutzt wird.

    Damit hat der Suchmaschinenriese mal ganz subtil den Druck auf alle Webmaster erhöht, die bis dato der mobilen Suchmaschinenoptimierung noch nicht viel abgewinnen konnten.

    SERP-Unterschiede Desktop und Smartphone

    Mit der Umstellung der AdWords Anzeigen im März 2016 – hin zu drei bis vier Top-Anzeigen im oberen Sichtfeld und drei Buttom-Ads, weg mit den oberen Side-Ads – hat Google die Desktop-Ergebnisse der mobilen Suche angepasst. Alle Ergebnisse erscheinen schön brav untereinander, der User kann nicht mehr zur Seite ausweichen. Gleichzeitig muss er zu den organischen Suchergebnissen scrollen. Und hier macht es tatsächlich keinen Unterschied, ob man eine Suchanfrage über Desktop oder Smartphone stellt: Zunächst erscheinen die Ads, darunter die Ergebnisse aus Maps, gefolgt von den organischen Treffern. Dazwischen Bilder und Videos oder Shoppingergebnisse. Einziger Unterschied ist die Anzahl der Ergebnisse pro SERP. Da diese aber auch auf dem Desktop reduziert wurden, muss sich der SEO ohnehin stärker bemühen, seine Aufgabe erfolgreich zum Ziel zu führen.

    Wie lässt sich die Webseite für mobile Geräte optimieren?

    Klar, Google selber bietet Unterstützung, den Webinhalt für mobile Geräte zu optimieren. Über die Search Console kann man die Seite auf „mobile-friendliness“ testen und entsprechend der Ergebnisse anpassen. Darüber hinaus empfiehlt die Suchmaschine die Umstellung auf Responsive Design, sodass die Inhalte unabhängig vom Endgerät optimal angezeigt werden und der Webmaster keine unterschiedlichen HTML-Versionen (bei dynamischer Bereitstellung) schreiben muss. Neben der Mobiltauglichkeit der Seite ist vor allem Folgendes relevant:

    • die User Experience hoch ist. Das umfasst nicht nur das Responsive Design, sondern auch der Verzicht auf Flash-Inhalt, die von Smartphones nicht abgespielt werden können, und die Platzierung von Links innerhalb der Seite, damit mobile User diese einfacher öffnen können
    • die Ladezeit gering ist. Hierzu sollte man vor allem für komprimierte Datenmengen sorgen, damit die Seite unterwegs via UMTS und LTE schnell laden kann – insbesondere wenn Bilder oder Videos aufgerufen wurden. Die schlechte Netzabdeckung in früheren Zeiten hat den Handynutzer zwar das Warten gelehrt, besonders geduldig ist der heutige User aber dennoch nicht.

    Optimierungsbedürftig sind darüber hinaus fehlerhafte Weiterleitungen, 404-Fehlermeldungen, nicht abrufbare Inhalte und App-Interstitials Overlays.

    Grundsätzlich sollte man nicht vergessen, dass auch die Länge der Inhalte, Bilder und interaktive Elemente, die Schriftgröße und der Umfang der Werbung auf dem Smartphone anders wirken als auf dem Desktop-PC oder Laptop. Wer Responsive Design verwendet, sollte an dieser Stelle ggf. dennoch über eine Anpassung der Webseite nachdenken. Lange scrollen wollen viele User nämlich auch nicht.

    Sprechen Sie mit mir über Ihre Erfahrungen rund um Mobile SEO. Ist das „Mobilegeddon“ längst vergessen oder zögern Sie noch, die mobile Optimierung in Angriff zu nehmen? Hinterlassen Sie gerne Ihr Feedback!

  • Das Jahr neigt sich zu Ende. Am 14. und 15. November habe ich daher noch einmal die Gelegenheit genutzt, Wirtschaft und Unternehmen einen Einblick zum Thema „Mobilität“ aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung und des Online Marketings zu geben. Keine Frage: Mobilität spielt aktuell eine sehr wichtige Rolle im Online Marketing – wenn nicht sogar die Hauptrolle. Allerdings das auch schon seit einiger Zeit. Schon im Mai 2015 überstiegen die mobilen Suchanfragen bei Google jene über den Desktop. Die Suchmaschine Google drängt schon seit einiger Zeit auf „Mobilefriendliness“ und machte nun vor einigen Wochen ernst und kündigte einen mobilen Index als Hauptindex der Suche an. Die Auswirkungen auf die SEO-Branche sind noch nicht wirklich abzusehen. Abwarten heißt die Devise!

    Dennoch gibt es jetzt kein Zurück mehr, keine Ausrede gilt mehr, kein Zögern ist nachzuvollziehen: Denn User und Suchmaschinen fordern gleichermaßen mehr Beweglichkeit von Unternehmen und Webseiten. Bei Mobile SEO geht es längst nicht mehr nur darum, Suchanfragen zu Restaurants, Geschäften und ähnlichem von unterwegs schnell und unkompliziert zu beantworten. Mittlerweile surft man auch Zuhause auf der Couch über mobile Endgeräte – und dann nicht nur nach regionalen Dienstleistungen oder Angeboten. Für die Suchmaschinenoptimierung bedeutet dies, dass die Maßnahmen für Desktop- und Smartphone-Optimierung immer mehr verschwimmen.

    Hier ein kleiner, visueller Beitrag zu meinen Impulsvorträgen auf den Wirtschaftsforen Düsseldorf und Wuppertal:

    Die Wirkungsstätte der argutus GmbH: Classic Remise
  • Theoretisch ja. Praktisch auch ja, man müsste nur entsprechend viel Zeit in die Wissensaneignung und Umsetzung stecken. Die Frage ist aber weniger „Kann ich Suchmaschinenoptimierung selber machen?“, sondern vielmehr: „Sollte ich?“

    Mit diesem Beitrag möchte ich eine der häufigsten Knackpunkte zwischen Suchmaschinenoptimierern bzw. Online Marketing Agenturen und ihren (potenziellen) Kunden klären: Was machen die da eigentlich? UND: Das kann ich doch eigentlich auch selber machen!

    Für diejenigen, die sich bereits entschieden haben, Suchmaschinenoptimierung selbst zu machen, sind vielleicht diese Artikel interessant:

    Contents

    Einführung in die selbst gemachte SEO

    Um das Ziel der Suchmaschinenoptimierung, Webseiten so zu gestalten, dass sie zu einem bestimmten Keyword gut ranken, zu erreichen, muss man über 100 verschiedene Rankingfaktoren kennen. Und selbstverständlich muss man diese auch umsetzen können – nicht nur den „Vorgaben“ von Google und anderen Suchmaschinen, sondern auch entsprechend der Erfahrungswerte aus der Branche. Denn sicherlich veröffentlichen Suchmaschinen NICHT, wie die Faktoren konkret umzusetzen sind, damit Platz 1 herausspringt, sondern NUR, wie man sie verbessern kann, um einen positiven Einfluss auf das Ranking zu nehmen. Der Hinweis „Title- und Description-Tags für jede Seite individuell zu verfassen“ oder diese nicht „zu lang“ zu machen, sagt nichts über eine ansprechende Formulierung, die von Usern auch tatsächlich geklickt wird.

    Oder etwas anders formuliert: Jemand, der Ihnen die Haare kürzt, hat Ihnen noch lange keine Frisur geschnitten! Das bedarf Können und Erfahrung. Die meisten SEOs, zumal es keine „Ausbildung“ für diesen Beruf gibt, haben sich ihr Wissen über Jahre hinweg selbst angeeignet, aus ihren Erfahrungen gelernt und Best Practices erarbeitet.

    Wenn man aber klären möchte, ob man Suchmaschinenoptimierung selber machen kann, sollte man die Thematik verstehen. Dabei sollen diese 3 goldenen Regeln helfen.

    Goldene Regeln der Suchmaschinenoptimierung

    1. Organisch sein & handeln

    Nach anfänglichen, zahlreichen Manipulationsversuchen der Suchergebnisse sind es die Suchmaschinen einfach Leid und achten bei der Bewertung der Webseiten verstärkt auf Faktoren, die auf ein solches Vorgehen schließen lassen. Darunter fällt insbesondere ein anorganisches Verhalten.

    Kurz gesagt: Man sollte nichts überstürzen und 1.000 Unterseiten / Backlinks nicht an einem Tag auf der Webseite einstellen, sondern nach und nach. Ein sprunghafter Anstieg von Inhalten und Backlinks ist für Suchmaschinen immer ein negatives Signal.

    Wichtig: Was aus Sicht von Google Spam in Bezug auf das Wachstum ist, entscheidet die Suchmaschinen nicht pauschal, sondern im Einzelfall. Eine große Newsseite kann daher durchaus viel Content pro Tag liefern, ohne als anorganisch eingestuft zu werden, eine mittelständische Dienstleister-Präsenz weniger.

    2. Immer und überall an den Kunden (User) denken

    Der User bzw. künftige Kunde sollte dann (geistig) präsent sein, wenn Sie das Ziel der Webseite definieren, wenn Sie sich eine Struktur überlegen, wenn Sie Texte verfassen, wenn Sie Keywords recherchieren, wenn Sie AdWords Anzeigen schalten. Und dazu muss man natürlich wissen, wer „der Kunde“ ist. Markt- und Zielgruppenanalysen sind hier nur der erste Schritt. Man muss sich auch im laufenden Geschäft mit seiner Kundschaft befassen, schließlich ändert auch diese Verhaltensweisen, Gewohnheiten und Anforderungen.

    3. Analysieren, anpassen, Geduld haben

    Wer Suchmaschinenoptimierung selber machen möchte, muss daher wissen, dass dies ein fortlaufender Prozess ist, der aus Analysen, Anpassungen und erneuten Prüfungen besteht. Gegebenenfalls verfehlen Optimierungsmaßnahmen ihr Ziel und müssen erneut überdacht werden. Vielleicht müssen unterschiedliche Versionen einer Landingpage oder einer Anzeige getestet werden, bevor das Optimum gefunden wird. Zudem braucht vieles in der Suchmaschinenoptimierung Zeit – zum Beispiel das Indexieren durch Suchmaschinencrawler. Man braucht also Geduld! Viel Geduld! Vor allem, um nicht, wie in Punkt 1 beschrieben, überschwänglich und – in der Hoffnung auf schnelle Erfolge – anorganisch zu werden.

    PS: Wie die Welt der Suchmaschinenoptimierung funktioniert, versteht man natürlich nicht auf Anhieb. Ich habe mich daher hier um eine simple, aber umfassende Definition zur SEO bemüht.

    DIY SEO: Geht das überhaupt?

    Informationen, Fachartikel, Anleitungen und Checklisten im Internet. Fachliteratur, Studien, Vorträge. Tutorials bei YouTube. Kostenlose Tools. Als Webmaster und Unternehmer / Dienstleister mit eigener Webseite ist man heute, angesichts der frei verfügbaren Wissensflut und DIY-Hilfestellungen, in einer ausgesprochen guten Ausgangslage, um Suchmaschinenoptimierung selber zu machen. Und warum sollte das nicht funktionieren? Theoretisch kann jeder Webseiten für Suchmaschinen optimieren.

    Man müsste sich „nur“ das Wissen aneignen, Wichtiges von Unwichtigem filtern, ein gewisses Händchen für Technik bzw. Programmierung, Design und Content haben – oder mit Standardvorlagen zufrieden sein. Zum Beispiel in der Programmierung erfindet man die Programmiersprachen ja nicht neu, sondern muss einfach nur die Codes kennen und korrekt herunterschreiben. Was man nicht im Kopf hat, findet man sicherlich in einschlägigen Programmier-Foren. Satzbau, Zeichensetzung, Rechtschreibung – dazu informiert der Duden. Man kann also auch die Erstellung von Inhalten eigenständig vornehmen. Und wenn man einen Text schreiben kann, kann man jeden Text schreiben.

    SEO selber machen oder Agentur beauftragen?

    Die Überlegung, Suchmaschinenoptimierung selber machen zu wollen, tritt häufig bei kleineren und mittelständischen Dienstleistern und Betrieben auf. In erster Linie aus Kostengründen, weil sie sich dann erhoffen, Geld einzusparen, wenn sie keine Agentur beauftragen müssen. Vor allem aber bei kleineren Unternehmen und Firmen hat jeder Mitarbeiter seine ganz spezielle Aufgabe, ein gelernter SEO sitzt nur selten dazwischen. Und schon muss man neben dem üblichen Tagesgeschäft auch noch die Suchmaschinenoptimierung selber machen. Wenn man sich überlegt, dass es unzählige Agenturen für SEO und Online Marketing gibt, kann man erahnen, dass es sich eigentlich um einen Fulltime-Job handelt, und keine Aufgabe, die man neben Vertrieb, Kundenberatung oder Controlling noch durchführen kann. Und zwar so durchführen, dass sie auch Früchte trägt und das Webseitenranking verbessert. Ob man SEO „inhouse“ übernimmt, hängt also davon ab, ob die erforderlichen (zeitlichen) Ressourcen zur Verfügung stehen. Aus Erfahrung sei gesagt: Wird SEO stiefmütterlich behandelt, verbrennt man nur Kapital und Arbeitskraft. Hierauf bezogen kann man sagen: Suchmaschinenoptimierung selber machen – nur als Vollzeit-Aufgabe!

    “Inhouse“-Kosten nicht vergessen!

    Nur weil Sie die Suchmaschinenoptimierung selber machen, bedeutet dies nicht, dass Sie Kosten sparen. Um aus finanzieller Sicht beurteilen zu können, ob eine Agentur doch der bessere Weg wäre, müssen Sie auch für die selbstgemachte SEO die Kosten kalkulieren. Vergessen Sie hierbei nicht die Zeit für die „Einarbeitung“ in die Thematik, die je nach Vorkenntnissen kürzer oder länger dauern kann, sowie für die Umsetzung, die erfahrungsgemäß bei Laien – schlichtweg aufgrund mangelnder Erfahrungen – länger dauert. Berücksichtigen Sie hierbei auch, die Zeit und Arbeitskraft, die Ihnen nun an anderer Stelle fehlt – beispielsweise im Vertrieb. Gegebenenfalls muss ein anderer Mitarbeiter diese Aufgaben übernehmen, was wiederum dort für Mehrstunden / Mehrkosten sorgt.

    Ganz wichtig: Unbedingt eine realistische Selbsteinschätzung dieser Überlegung zugrunde legen. Suchmaschinenoptimierung selber machen lohnt sich betriebswirtschaftlich auch nur dann, wenn nicht später doch noch eine Agentur beauftragt werden muss, die unter Umständen selbst kreierte „SEO Fehler“ ausbügeln muss.

    Um die Kosten der SEO Agentur gegenüber stellen zu können, sind konkrete Angebote erforderlich. Zwar kann man pauschale Angaben machen, wie sich die Kosten für eine Agentur zusammensetzen. Aber die tatsächlichen Preise variieren – bei seriösen Agenturen – entsprechend der individuellen Maßnahmen. Unter anderem wie sich die Kosten für die Suchmaschinenoptimierung einer Agentur zusammensetzen, erläutere ich im Artikel „Suchmaschinenoptimierung Preise – was kostet Suchmaschinenoptimierung?“ näher. Unabhängig davon: Die Qualifikationen und Leistungen einer SEO Agentur sollten entscheidender sein als niedrige Preise!

    Ob der Profi ran muss oder die selbstgemachte Suchmaschinenoptimierung doch noch eine Chance hat, kann man entsprechend der eigenen Fähigkeiten abschätzen bzw. anhand der Leistungen, die ein SEO oder eine Agentur noch „on top“ bringen kann – also etwa die SEO Leistungen, die man selber nicht erbringen kann. Dazu die nachfolgenden Kurz-Checks:

    Bin ich fit für die Suchmaschinenoptimierung?

    • Bestehen Erfahrungen in der Suchmaschinenoptimierung? Hat man bereits aktiv Maßnahmen der Onpage und/oder Offpage Optimierung umgesetzt?
    • Gelingt der Umgang mit den wichtigsten SEO Tools? Analytics, Search Console…?
    • Kann man es sich zeitlich erlauben, sich in die Thematik näher einzuarbeiten? Entwicklungen der Branche – insbesondere der Suchmaschinen – zu verfolgen und einzuordnen?
    • Ist man überhaupt „netzaffin“? Was sind „HTML“, „robot.txt“, Canonical-Tag und Penguin 4.0?
    • Kann man Zahlen und Ergebnisse richtig interpretieren? Würde zum Beispiel die Optimierung auf ein Keyword Sinn machen, das viele Suchanfragen verspricht, aber auch einen hohen Wettbewerb mit sich bringt?
    • Wie viel Zeit kann wöchentlich in die Suchmaschinenoptimierung investiert werden?
    • Können Kapital und Arbeitskraft investiert werden? Fortlaufend – nicht nur einmalig.
    • Wie viel würde das kosten? Können Angebote von professionellen Agenturen als Vergleich herangezogen werden?

    Wann sollte der Profi helfen?

    • Grundsätzlich immer dann, wenn man die Leistung selber nicht erbringen kann und möchte – zeitlich und aus Sicht der Arbeitskraft. Beide Ressourcen könnten unter Umständen in anderen Betriebsbereichen effektiver eingesetzt werden.
    • Wenn die Konkurrenz sehr groß ist. Denn vor allem in stark umkämpften Wirtschaftsbereichen und Marktsegmenten ist die SEO sehr aufwendig und zeitintensiv. Schließlich muss man viele Mitbewerber „abhängen“
    • Wenn die übrigen Wettbewerber auf professionelle Unterstützung setzen. Die Ressourcen werden in Agenturen einfach besser verteilt. Dies einzuholen, dauert seine Zeit oder ist gar für Laien unmöglich.

    Extra-Check: Was der Profi leisten kann

    • Professionelle Suchmaschinenoptimierer haben Erfahrung. Sie kennen die Branche, die Entwicklungen der vergangenen Jahren, wissen um Best Practices und mehr, müssen also nicht erst „ausprobieren“, was funktioniert und was nicht.
    • Seriöse Agenturen arbeiten mit spezialisierten Profis zusammen – also beispielsweise Programmierern oder Textern, die ihr Handwerk gelernt haben und einzusetzen wissen. Wenn Sie Suchmaschinenoptimierung selber machen wollen, müssten Sie sich diese Fähigkeiten anlernen oder selber Experten recherchieren und diesen Aufträge erteilen, koordinieren, überprüfen.
    • SEO und Online Marketing Agenturen befassen sich ausschließlich mit dieser Thematik – Tag für Tag. Während diese ihrem Kerngebiet nachgehen, können Unternehmer ihrem nachgehen.

    Ob Sie einen Profi für die Suchmaschinenoptimierung beauftragen sollten, können Sie auch mit dieser Checkliste „Brauche ich einen SEO?“ in Erfahrung bringen. Sie gibt etwas ausführlicher als der Kurz-Check Aufschluss über die Notwendigkeit eines SEO Profis.

    Profi finden: Was seriöse Agenturen auszeichnet!

    ✓ Suchmaschinenoptimierung bildet die Kernkompetenz und diese kann / wird dem potenziellen Kunden auch vermittelt
    Persönlicher Ansprechpartner, regelmäßige Meetings / Statusberichte (telefonisch und per E-Mail)
    Durchführung von Ausgangs-, Zielgruppen- und Marktanalysen, gemeinsame Zieldefinition, Festlegung von wichtigen KPIs
    ✓ Abstimmung von Optimierungsmaßnahmen im Detail, ggf. Einholung der Freigabe
    ✓ Verwendung von branchentypischen SEO Tools inkl. Anleitung im Umgang für den Kunden
    ✓ u.a. Prüfung auf Duplicate Content, unseriöse Backlinks ggf. auch Bereinigung der Backlinkstruktur, Page Speed, Traffic und Conversion
    ✓ Beratung u.a. zur Verwendung von Rich Snippets, My Business Einträgen, zu Google Analytics, zu individuellen Produktbeschreibungen, SEA Tools und AdWords Gebotsstrategien
    ✓ Performance-Messung, Controlling, Conversion-Optimierung

    Wann „SEO selber machen“ sinnvoll ist

    Suchmaschinenoptimierung sollte im Idealfall nur dann selber durchgeführt werden, wenn in einem der wichtigen Teilbereiche ein gewisses Grundkönnen vorhanden ist. Also wenn PHP und HTML kein Stirnrunzeln verursachen, wenn Schreiben keinen geistigen Krampf verursacht, wenn Bloggen, Instagrammen und Facebooken sogar Freude bereitet, dann kann es lohnenswert sein, diese Aufgaben selber zu übernehmen. Auf Wunsch des Kunden führen SEO Agenturen auch Schulungen durch, sodass die tägliche Webseitenpflege eigenständig durchgeführt werden kann. Während zum Beispiel der Backlinkaufbau weiterhin von der Agentur übernommen wird, kann also der Kunde selber u.a. Content einstellen, Seiten ausbauen, Bilder pflegen, etc.

    Einige Punkte, die der Laie / Kunde selber übernehmen kann und somit die Suchmaschinenoptimierung seiner Webseite unterstützt, habe ich nachfolgend aufgelistet. Es gilt aber bei jeder Maßnahme: Nur selber machen, wenn man sich entsprechend fachlich informiert und einarbeitet.

    Tipps: SEO im Alltag selber machen

    • Regelmäßigen Content schreiben. Ob man Seiteninhalte erweitert, Blog- und Newsbeiträge verfasst, Fachartikel und Whitepaper ausarbeitet: Guter Content kann auch vom Unternehmen selber kommen, zumal hier (hoffentlich) die thematische Expertise vorhanden ist. Und hochwertiger Content, der für die Zielgruppe einen Nutzen bringt, sorgt weiterhin für Verlinkungen.
    • Relevanz & Präsenz im Social Web ausbauen. Wenn man seine Zielgruppe in sozialen Netzwerken z.B. mit aktuellen News, Entwicklungen und ähnlichem versorgen möchte, kann dies im Grunde niemand besser liefern als das Unternehmen selber. Denn die Mitarbeiter sitzen an der Quelle. Wenn Mitarbeiter Zeit und Freude am Social Web haben, können sie entsprechend der Social Media Strategie die diversen Kanäle eigenständig bedienen.
    • Title- und Description-Tags ausfüllen. Sie sind der erste Eindruck, den ein User von der Webseite innerhalb der Suchergebnisse erhält. Title und Description müssen daher ansprechend geschrieben sein – informativ, animierend und die Suchintention befriedigend. Wer das leisten kann, kann diese SEO Maßnahme durchaus selber machen.
    • Links generieren. AKTIVE Beteiligungen und SINNVOLLE Beiträge von Mitarbeitern in Foren, sozialen Netzwerken oder Blogs können dazu beitragen, die Webseite bekannter zu machen und Backlinks zu generieren. Auch Gastbeiträge in Fachblogs oder ähnlichem können diesen Zweck erfüllen. Doch Vorsicht: Keinesfalls zu SPAM werden! Wer immer / lediglich den Link zur eigenen Webseite postet und keinen wertvollen Beitrag zu einer Diskussion liefert, erntet in Foren und Blogs keinen Beifall!

    Schuster, bleib bei deinem Leisten!

    Viel zu oft lassen sich Webseitenbetreiber und Unternehmer von der vermeintlich leichten Suchmaschinenoptimierung täuschen und versuchen sich selber an der Rankingverbesserung. Leider mit meist mäßigem Erfolg, denn es bedarf mehr als nur einen Computer und einen Internetanschluss, Videoanleitungen und Fachliteratur, um tatsächlich online erfolgreich zu sein.

    Meine Empfehlung: Lassen Sie einen Profi die Suchmaschinenoptimierung durchführen und lassen Sie sich in jenen Aufgaben anleiten, die Sie eigenständig übernehmen können. Manchmal ist es ratsam, SEO zunächst zu „lernen“, sich das tägliche SEO-Geschäft anzuschauen, als sich Tutorials, Ratgeber und Tipps durchzulesen und auf eigene Faust loszulegen. Denn am Ende zählt vor allem die Effizienz, mit der man Suchmaschinenoptimierung betreiben kann. Man sagt nicht ohne Grund: „Schuster, bleib bei deinem Leisten!“

  • 5 Euro für Forenlinks? 100 Euro für die Arbeitsstunde? 250 Euro für den Inhouse-Workshop? 2.000 Euro pro Monat für AdWords Kampagnen? Viele Menschen, die auf der Suche nach einer SEO Agentur sind oder gerade jemanden für die Suchmaschinenoptimierung beauftragt haben, stellen sich die Frage: Was kostet eigentlich SEO? Denn sowohl als Mittelständler als auch als internationales Unternehmen muss man seine Kosten kalkulieren. Viel wichtiger ist jedoch die Frage: Was darf ich für mein Geld erwarten? Und was ist definitiv zu günstig?

    Pauschale Antworten werden Sie in diesem Artikel nicht finden. Dem Thema „Preise in der Suchmaschinenoptimierung“ kann man sich nur schrittweise nähern…

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    Preise, Preise, Preise: Pauschal, durchschnittlich, individuell?

    Stellt man die Frage „wie viel SEO kostet?“ kann man genauso gut fragen: „Was kostet eine Reise?“ oder „was kostet ein Einfamilienhaus?“. Sie werden (von einem seriösen Dienstleister) nie eine konkrete Antwort bekommen – zumindest nicht ohne nähere Angaben Ihrerseits. Nicht etwa, weil er Sie nicht verschrecken oder gar erst einmal billig anlocken möchte, sondern weil – und das gilt selbstverständlich auch für die Suchmaschinenoptimierung – jeder Auftrag individuell ist.

    Warum pauschale Aussagen unmöglich sind!

    In der professionellen Suchmaschinenoptimierung werden zu Beginn eines Projekts unter anderem die Ausgangssituation analysiert und Ziele definiert, denn diese Punkte legen einen groben Rahmen fest, wie umfangreich das SEO Projekt wird, wie lange es dauert und wie viel es kosten wird. Faktoren, die auf die Kosten Einfluss nehmen, sind hier zum Beispiel „Massenmarkt oder Nische“, „Blog oder Onlineshop“, „Initialaufwand oder laufende SEO Betreuung“. Nehmen wir zum Beispiel die Optimierung auf ein Top-Keyword, das zwar viele Besucher verspricht, aber eben schon von zahlreichen Wettbewerbern bedient wird. Der Aufwand, unter diesem Keyword gut gelistet zu sein, ist deutlich aufwendiger (und teurer) als in einem Nischenbereich, der in Summe zwar weniger Besucher liefert, aber auch bessere Positionen in den SERPs.

    Jede gute, seriöse SEO Agentur wird Ihnen im Vorfeld eine Liste an Schwachstellen liefern, die an der Webseite oder dem Onlineshop aus SEO-Sicht zu beheben sind, und Potenziale aufdecken, die noch ausgeschöpft werden können. In Abstimmung mit Ihren Zielen als Webmaster, Unternehmer, Onlinehändler wird dann ein Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, der die notwendigen Aufgaben (Kostenpunkte) definiert.

    Finger weg von Pauschalpaketen! Wie bereits erläutert, kann kein seriöses Angebot pauschale Aussagen treffen. Schließlich wollen Sie nicht für unnötige Leistungen und Maßnahmen bezahlen, mit denen Sie wichtiges Kapital verbrennen, aber keine Rankingpositionen gewinnen. Abstand sollte man ebenfalls von solchen Dienstleistern nehmen, die Versprechen geben. Eine vertrauensvolle, fachkundige Agentur verspricht keine Erfolge! Ob „Platz 1“ oder „Top-Positionen für 150 Euro im Monat“ ist egal. Beides ist unseriös! Schnell landen Sie dann für unpassende Keywords auf den oberen Plätzen, was zwar das Versprechen der Agentur erfüllt, Ihnen aber eben aus SEO-Sicht nicht weiterhilft. UND: Pauschale Pakete – nicht zu verwechseln mit Fullservice-Angeboten – bedeuten immer SEO von der Stange, und wer will das schon?

    SEO Preise: Durchschnittswerte aus Studien

    Und dennoch werden (zumindest) durchschnittliche Preise für eine Stunde oder einen Monat Suchmaschinenoptimierung in Beiträgen und Forenkommentaren genannt. Derlei Zahlen kommen unter anderem von Studien, die versuchen Auftraggebern Orientierung zu bieten. Teilweise werden hier durchschnittliche Stundensätze von 80 Euro bis 130 Euro oder auch 70 Euro bis 150 Euro genannt. Jetzt werden Sie sich vielleicht fragen, warum Ihre SEO Agentur mehr kostet? Warum kann die nicht für 80 Euro / 85 Euro die Stunde arbeiten? Weil in einigen Studien nicht nur deutsche SEO Agenturen befragt wurden, sondern auch Kollegen aus dem europäischen oder internationalen Ausland. Alle Stundensätze wurden dann zusammengezählt und in einem Durchschnittswert vereint, der bei vielen (potenziellen) Auftraggebern nun den Gedanken aufkommen lässt: SEO kostet maximal 85 Euro in der Stunde! 130 Euro und mehr zu bezahlen, ist nicht notwendig. Doch man irrt!

    Warum es Vorteile hat, wenn SEO (mehr) kostet…

    …oder anders: Für welche Leistungen man u.a. in SEO Agenturen zahlt?

    • Know-how: Wissensaneignung, Wissenserweiterung, Wissenstransfer
    • Professionelles, gut aus- und weitergebildetes Personal
    • Technische Ausstattung und Räumlichkeiten
    • SEO Tools und ggf. Eigenentwicklungen aus dem Bereich Software / App

    Viele Menschen vermuten, dass man bei Suchmaschinenoptimierung nur die richtigen Tasten am Computer drücken muss. Dabei ist SEO keine Spielerei! Man arbeitet bei der SEO viel mit Analysen und Bewertungen, die man nicht nach einem Handbuch abarbeitet, sondern nur aufgrund von Erfahrungen vornehmen kann. Know-how spielt hier also eine wichtige Rolle. Und dieses kann man sich nicht spritzen. Insbesondere in der Suchmaschinenoptimierung muss man aus zahlreichen Versuchen und Entwicklungen der Branche die Best Practices lernen. Und nicht zuletzt ist die Webseite ein wichtiger Absatzkanal geworden, der keinesfalls ignoriert werden darf. Je länger man auf seriöse Suchmaschinenoptimierung verzichtet, umso mehr Zeit hat die Konkurrenz, Besucher und Umsätze zu generieren. Und je länger und besser die Wettbewerber am SEO-Markt tätig sind, umso umfassender werden künftig die eigenen Bemühungen in der Suchmaschinenoptimierung.

    Natürlich zahlt man auch hier außerdem für Verwaltung, Geschäftsführung, Buchhaltung, Akquise und andere typische Kostenbereiche in Agenturen und Unternehmen.

    Pauschal sind nur die Abrechnungsmodelle

    • Monatspauschale: Hier zahlt der Kunde monatlich einen Betrag X und erhält dafür die vereinbarte Leistung. Dieses Abrechnungsmodell ist in der Praxis sehr beliebt, da der Kunde sowie der SEO / die Agentur mit einem festen Budget planen kann. Da die Suchmaschinenoptimierung in der Regel kein einmaliger Aufwand ist, sondern fortlaufend betrieben wird, ist die Monatspauschale ohnehin sinnvoll. Aber auch Einzelleistungen können pauschal pro Monat abgerechnet werden, wenn sich ihr Zeitaufwand gut einschätzen lässt. Das Monatsbudget wird individuell vereinbart – in Abhängigkeit zu den Zielen und finanziellen Möglichkeiten. Warum das Monatsbudget nicht zu niedrig sein darf, erläutere ich weiter unten.
    • Stunden- oder Tagessätze: Der Suchmaschinenoptimierer arbeitet für eine gewisse Zeit und wird für seinen Aufwand pro Stunde oder pro Tag bezahlt. Wenn man wieder von durchschnittlichen Stundensätzen zwischen 80 und 130 Euro ausgeht, liegen die Tagessätze zwischen 640 Euro und 1.040 Euro. Natürlich gibt es auch Tagessätze von wenigen 500 Euro bis 3.000 Euro, 4.000 Euro, 5.000 Euro und mehr.
    • Erfolgsbasierte Abrechnung: Hier kann die Bezahlung zum Beispiel nach Traffic oder nach Positionen erfolgen. Die Webseite wird entsprechend der definierten Keywords optimiert und mit jeder steigenden Position oder mit der Anzahl der Besucher steigt die Vergütung für die SEO Agentur. Dieses Abrechnungsmodell kann dann sinnvoll sein, wenn der Kunde – aufgrund von Erfahrungen mit AdWords – genau weiß, welche Keywords bei ihm funktionieren. Oftmals orientiert man sich bei der Vergütung auch an den Klickpreisen innerhalb AdWords.

    Billig, billig, billig – funktioniert nicht!

    Natürlich bekommen Sie Angebote zu sehr niedrigen Preisen. Diese sind dann aber auch in der Qualität billig. Erfolg und Billig funktioniert – Überraschung – nicht! Im Netz findet man immer wieder solch günstige SEO Angebote, bei denen man für einen angeblich hohen PageRank-Link nur 3 Euro zahlt, bei denen man 15 Euro für 500 Wörter zahlt. Das wären 3 Cent pro Wort, das Einpflegen in ein Portal noch nicht inbegriffen – geschweige denn andere Kostenpunkte, die eine Agentur oder ein Freelancer berücksichtigen muss.

    Sie hätten dann Backlinks und Texte und Pressemeldungen und Einträge in Blogs oder Foren. Es steht aber auf einem ganz anderen Blatt, ob dies förderlich für die Suchmaschinenoptimierung und Ihre Webseite / Ihr Unternehmen ist. Hohe Absprungraten, fehlende Conversions, Imageschaden…

    Was Ihnen niedrige SEO Preise sagen!

    Wenn Sie von niedrigen SEO Preisen profitieren, wird an anderen Stellen gespart – etwa bei der Qualität der Leistungen oder bei der Vergütung der Mitarbeiter. Was kann man also von niedrigen Preisen für die Suchmaschinenoptimierung lernen? Folgendes…

    • Wenig Leistung, wenig Erfolg: Wenn wir wieder von einem durchschnittlichen Stundenlohn von 80 oder 85 Euro ausgehen und Angebote ein Monatsbudget von 150 bis 300 Euro umfassen, kann sich jeder selber ausrechnen, dass der SEO nicht viel Zeit in das Projekt steckt. Gerade einmal 2 bis 4 Stunden pro Monat. In dieser Zeit kann man kaum etwas leisten, das einen positiven Effekt auf das Webseitenranking hat. Weder vernünftige Texte schreiben noch Linkaufbau betreiben.
    • Unseriöse Angebote, keine Qualität: Alternativ erhalten Sie automatisch generierte oder kopierte Texte, die weder Mehrwert noch Einzigartigkeit bieten. Oder sämtliche Backlinks verweisen auf unseriöse Webseiten, von denen Sie und Ihre Besucher nicht profitieren. Wer wenig zahlt, und damit wenig Zeit zur Verfügung stellt, muss auch damit rechnen, dass die Maßnahmen automatisiert werden und folglich keine Qualität haben.
    • Unseriöse Maßnahmen: Wenig Zeit und ein geringes Budget führen nicht selten dazu, dass Maßnahmen durchgeführt werden, die möglichst schnell (aber leider nur kurzfristig) Erfolg für die Webseite bringen. Black Hat SEO schwört jedoch mittel- bis langfristig Google Penalties herauf, deren Bereinigung erneute Kosten verursacht. Unter Umständen ist die Webseite „verbrannt“, sodass ein völlig neues Projekt gestartet werden muss. Und dann steht man wieder am Anfang – nur mit weniger Geld.

    Realistische Budgets für die Suchmaschinenoptimierung

    Der Schaden, den billige Suchmaschinenoptimierung anrichten kann, kann schlimmsten Falls sehr groß sein. So ist es doch besser, man versteht im Vorfeld, dass seriöse SEO aufwendiger ist und folglich mehr Zeit/ Budget in Anspruch nimmt. Mit der Tatsache, dass SEO Kosten nicht pauschal benannt werden können, möchte ich Sie aber nicht einfach so stehen lassen. Denn eigentlich sind Sie ja auf der Suche nach Zahlen. Also versuchen wir uns doch einmal, möglichst realistisch dem Budget zu nähern, welches Sie für gute SEO einplanen sollten. Wie sich bereits herauskristallisiert haben sollte, ist ein Monatsbudget von 150 Euro, 200 Euro und 300 Euro oder 400 Euro nicht wirklich ausreichend. Zumindest nicht für mittelständische bis große Unternehmen, die überregionale Reichweite erzielen wollen. Kleinunternehmer und regional tätige Dienstleister mit wenig Konkurrenz könnten mit einem solchen Monatsbudget auskommen. Allerdings nur bei seriösen Agenturen. Unseriöse Angebote verbrennen das geringe Budget einfach, ohne dass sich Erfolg bemerkbar macht. Für professionelle Suchmaschinenoptimierung steht der Agentur damit einfach zu wenig Budget und damit zu wenig Zeit zur Verfügung.

    SEO braucht Zeit und Mühe. Und beides kostet Geld. Leider. Sie haben also weder etwas von einem schnell arbeitenden SEO, der mit wenig Konzentration die verschiedenen Onpage und Offpage Maßnahmen durchführt, noch von einer Suchmaschinenoptimierung, die sich in Kleinstschritten mühselig zum Erfolg schleppt. Bei vier Stunden Arbeit pro Monat kommt man nun wirklich nicht zügig voran. Regional agierende Unternehmen mit Tendenz zur nationalen Reichweite sollten mit einem Einstiegsbudget von 2000 bis 3000 Euro monatlich rechnen. Das gilt allerdings vor allem für Firmen, die in Nischenmärkten tätig sind und nicht allzu starke Konkurrenz haben. Budgets ab 3.000 Euro sind realistisch für Nischenmärkte mit mittlerem Wettbewerb. Je stärker dieser wird, umso weiter steigt das Monatsbudget.

    Für den nationalen und internationalen Markt können sich Unternehmen mit einem SEO Budget ab 5.000 Euro und mehr aufstellen lassen. Grenzen gibt es nach oben im Grunde nicht. Wichtig ist nur, dass die Leistung der Agentur bzw. der Erfolg der Webseite mit steigendem Budget wachsen sollte. Ich arbeite so, dass zunächst die Ziele gemeinsam definiert werden und dann das SEO Budget ermittelt wird, um die definierten Ziele in einem planbaren Zeitraum erreichen zu können.

    Tipps: So reduzieren Sie SEO Kosten!

    Theoretisch kann man seine Suchmaschinenoptimierungskosten aber reduzieren. Wenn man SEO bzw. einige Maßnahmen selber macht. Das ist auch gar nicht unüblich, da sich viele Unternehmen zunächst die Webseite von einer Agentur einrichten lassen, und den Profis etwa weiterhin den Linkaufbau oder ähnliches überlassen, dann aber eigenständig die Contentpflege übernehmen. Das ist vor allem dahingehend sinnvoll, wenn das Unternehmen zum Beispiel News, Blogartikel oder Fachbeiträge liefern möchte.

    • Contentpflege: Erweiterung der Seiteninhalte, Verfassen von News, Blogbeiträgen, Pressemitteilungen, Fachartikeln, Whitepapern. Viele Agenturen bieten spezielle Schulungen für die Kunden und Mitarbeiter an, damit diese Inhalte nach SEO-relevanten Kriterien erstellen können.
    • Foren & Blogs: Als Unternehmen sollte man immer wissen, was die Zielgruppe über einen sagt, ggf. auch kritisiert. Eine gute Möglichkeit ist hier ein offizielles Profil in relevanten Foren oder Blogs, in denen Mitarbeiter auf die Beiträge und Kommentare reagieren. So erhalten Sie nicht nur Feedback, sondern können auch direkt auf kritische Stimmen eingehen und bei Problemen helfen.

    Unter welchen Umständen es sinnvoll sein kann, die Suchmaschinenoptimierung selber zu machen, bzw. welche Maßnahmen relativ problemlos selber zu bewältigen sind, erfahren Sie im Übrigen in meinem Artikel zur DIY SEO.

    • Von Anfang an auf SEO setzen: Es werden Ihnen einige Kosten erspart bleiben, wenn Sie der Webseitenaufbau bereits unter SEO-Aspekten erfolgt. So lassen sich von Anfang an grobe Fehler vermeiden, die später mehr Einsatz (mehr Zeit, mehr Geld) fordern könnten.

    Man kann nicht pauschal sagen, was Suchmaschinenoptimierung kostet, und man kann ebenso wenig pauschal sagen, dass hohe Preise zwingend den Onlineerfolg mit sich bringen, denn das wäre der Umkehrschluss, wenn günstige Angebote qualitativ hinterherhinken. Die oben genannten Kosten dienen lediglich als Richtwerte. Wenngleich ein erfahrener SEO ohne detaillierten SEO Check einen ungefähren Kostenbereich abstecken kann, weil er bereits aus vorherigen Projekten den Markt (z.B. Reisen, Last-Minute) gut kennt, sollte man immer auf die individuelle Analyse warten. Nur dann können Kosten benannt werden, obwohl im Laufe der Suchmaschinenoptimierung immer wieder „Umwege“ denkbar sind – z.B. aufgrund von Algorithmus-Änderungen. Schlussendlich sollte aber nicht die Preisfrage entscheiden, sondern die Qualität der SEO Agentur oder des Selbstständigen.

  • Sie wollen ganz gezielt, Ihre Webseite oder Ihren Onlineshop im Ranking auf die hinteren Plätze verweisen? Sie haben kein Interesse an Aufmerksamkeit im Netz? Kontaktfreudige Besucher sind Ihnen lästig? Zeit und Geld in ansprechenden Content investieren? Tzzz, nicht mit Ihnen. Suchen Sie nach weiteren Möglichkeiten, Ihre Bemühungen in der Suchmaschinenoptimierung zunichte zu machen? Dann werfen Sie einen Blick auf diese Liste: Suchmaschinenoptimierung 18 No Gos – die besten Maßnahmen für ein schlechtes Ranking!

    So einfach geht’s!

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    Allgemeine No Gos in der SEO

    Google wird richtig böse, wenn man Webseiten manipuliert und Besucher täuscht – getreu der Unternehmensdevise „don’t be evil“. Um zu wissen, was man in der Suchmaschinenoptimierung so richtig schön falsch machen kann, greift man einfach (virtuell) zu den Richtlinien für Webmaster, die im Googleschen Supportbereich abrufbar sind. Oder anders gesagt: So (Verzeichnung!) pinkeln Sie Google ans Bein:

    1. Cloaking

    Die Anforderungen von Suchmaschinen und Usern in einer Webseite zu vereinen, kann schon recht mühselig sein. Warum dann nicht die Webseite „zielgruppengerecht“ aufsplitten und eine HTML-Version für Google bereitstellen und eine Flash-Variante für die Besucher einrichten? Hört sich gut an? Hört sich nach Cloaking an. Steht Google überhaupt nicht drauf. Also, besser die Finger von unterschiedlichen Webseitenversionen und sich die Mühe machen, für Suchmaschinen UND User optimieren.

    2. Automatisch generierte Inhalte

    Puh, jetzt steht man doch vor der Herausforderung, Content anzufertigen. Keine Zeit. Keine Lust. Kein Geld. Da Menschen durchaus bequem (auch in finanzieller Hinsicht) sind, kommen automatisch generierte Inhalte gerade recht. Die Programme sind fix und laufen ohne eigenes Zutun. Das Beste: Dem User wird beim Lesen der Texte nicht langweilig, denn dank der wahllos zusammengewürfelten Textblöcke muss er sich den Sinn des Inhalts selbst erschließen. Toll!

    3. Versteckter Text

    Weil ich Sie ja nun nicht einfach mit der unerledigten Aufgabe der Contenterstellung alleine lassen möchte, komme ich schnell zum Punkt: Text verstecken! So nerven Sie den User nicht mit übermäßigen Wiederholungen oder gar sinnlosen Phrasen (gääähhnn…) und haben dennoch reichlich Stoff für Suchmaschinen zusammengestellt. Wie Sie am besten vorgehen können? Weißer Text auf weißem Hintergrund, Text außerhalb des sichtbaren Bereichs, Text hinter Bildern versteckt und Text in Schriftgröße 0.

    4. Rich Snippet Spam

    Den Zorn Googles – in Form von Penalties – zieht man ganz einfach mit manipulierten Rich Snippets auf sich…herrlich einfach! Man muss lediglich eine kleine Änderung im Quellcode vornehmen und schon werden Inhalte in den Rich Snippets der SERPs mit vermeintlich zahlreichen Bewertungssternchen und Auszeichnungen beworben.

    Die genannten Maßnahmen – und einige mehr – sind in erster Linie konkrete Manipulationen, die Google als Verstoß gegen die Webmasterrichtlinien wertet und entsprechend bestrafen kann. Abgesehen davon kann man bei der Suchmaschinenoptimierung aber auch einfach Fehler machen, weil man es etwa nicht besser weiß. Im folgenden Abschnitt möchte ich hierzu konkret werden:

    Bloß nicht! Die größten Fehler in der Onpage Optimierung

    Unmittelbar an der Webseite gibt es viele Gefahrenstellen, die zu einem schlechten Ranking verhelfen. Ich habe mich einmal auf die wichtigsten No Gos der Suchmaschinenoptimierung aus den Onpage Bereichen Technik und Inhalt konzentriert.

    Ups, jetzt ist Ihnen doch glatt entgangen, was die Onpage Optimierung alles für Bereiche umfasst? Werfen Sie noch mal kurzfristig einen Blick auf meinen Artikel zu den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung und frischen Sie Ihr Basic-SEO-Wissen auf.

    Technik

    5. Flash, Splash, AJAX

    Boah, wow, krass… tönt es von Seiten der User. Mh, neee… meint die Suchmaschine. Zwar kann Google mittlerweile Flash lesen. Und auch für AJAX gibt es Anwendungen, damit die Inhalte für Suchmaschinen indexierbar sind. Ergibt sich aus den visuellen oder interaktiven Elementen für den User aber nicht die ultimative Experience, sollte man auf Flash, Splash und Co. verzichten bzw. die Elemente reduzieren. Man verliert nicht nur jene Besucher, die den Flash-Player deaktiviert haben oder auch nicht, aber dennoch von den Anwendungen genervt sind und sie wegklicken, sondern auch die smarten User, da animierte Flash- und Splash- und AJAX-Programmierungen weniger flexibel auf unterschiedliche Bildschirmgrößen angepasst werden können – und damit für den Smartphonenutzer flöten gehen. Für die textorientierte Suchmaschine sollte man außerdem bei den Navigations- und Menüpunkten auf Flash verzichten.

    Darüber hinaus machen diese Anwendungen den Quellcode fett, was zu langen Ladezeiten führt, für die viele User nicht die Geduld haben! Im Übrigen eine wunderbare Möglichkeit, die Bounce Rate zu erhöhen und lästige Besucher loszuwerden.

    6. Kryptische URLs und Session-IDs

    Vielleicht entwickelt irgendwann irgendwer aus kryptischen Parametern in URLs eine eigenständige Sprache, die man dann fleißig in täglichen Unterrichtsstunden erlernen kann. Bis dahin sind kryptische URLs überflüssig – ebenso wie Session-IDs.

    7. Fehlende 301-Weiterleitungen

    „Dieser Inhalt ist leider nicht mehr verfügbar. Verharren Sie doch bitte noch einige Zeit auf dieser toten Seite und drehen Sie Däumchen, bis Sie der Geistesblitz trifft und die gewünschte Information – wie richte ich 301-Weiterleitungen ein – Ihren Kopf erfüllt.“

    Besser ist: Der User bekommt gar nicht mit, dass er von der angeforderten URL auf eine andere Seite geleitet wird. Tote Seiten sollten daher unbedingt mit einer 301-Weiterleitung eingerichtet werden. Alles andere nervt!

    8. Seiten mit verschiedenen URLs

    Den User kümmert es meist kaum, ob z.B. die Startseite über die URL mit und ohne „www“ erreicht wird, Suchmaschinen schon eher. Gleiches gilt für Seiten, die mit und ohne Trailing Slashes, Klein- und Großschreibweise oder in verschiedenen Ansichten (z.B. Druck- oder PDF-Versionen) dargestellt werden. Ein Ärgernis, vor allem mit Blick auf Duplicate Content.

    9. Canonical-Tag bei der Paginierung auf Seite 1 setzen

    oder: rel=“next“ und rel=“prev“ nicht setzen! Paginierte Seiten 2, 3, 4…n in einer Shopkategorie lassen Webmaster gerne durch den Canonical-Tag auf Seite 1 verweisen. Die Idee: Allen Linkjuice auf der ersten, wichtigsten Kategorieseite bündeln. Das Problem: Seite 2 bis Seite n sind keine Duplikate der ersten Kategorieseite, für die der Canonical-Tag ursprünglich gedacht ist.

    Inhalt

    10. Content – schlecht & doppelt

    Von verstecktem Inhalt haben wir ja bereits gelernt, dass der bei Suchmaschinen schlecht ankommt. Sowohl bei Suchmaschinen als auch bei Usern kommt darüber hinaus inhaltlich schlechter Content an, der unter Umständen sogar mit anderen Inhalten identisch oder sehr ähnlich ist. Wer also keine Lust hat, Mehrwert zu kreieren oder Duplicate Content „produziert“, in dem er z.B. lediglich die Herstellerbeschreibung zu einem Produkt online stellt anstatt einzigartige Beschreibungen zu verfassen, der hat erfolgreich ein großes No Go in der Suchmaschinenoptimierung umgesetzt. Herzlichen Glückwunsch! Und ja, besonders bequem machen es sich vor allem Onlineshopbetreiber bei der Contentherstellung, allerdings lohnt es sich, die Komfortzone zu verlassen und Risiken einzugehen.

    11. Keyword-Stuffing

    Alternativ zum versteckten Text kann man mit dem Keyword-Stuffing etwas weniger subtil vorgehen, und dem User bzw. der Suchmaschine den Keyword-Hammer deutlich sichtbar über den Kopf ziehen. Das macht Freude!

    12. Keywords vergessen

    Aber: Zu viel ist zu viel und zu wenig ist zu wenig. Was für eine Logik! Während das Keyword-Stuffing etwa so aufdringlich ist, wie ein Hunderudel in einer Metzgerei, muss man deswegen die Schüsselbegriffe auch nicht wie den kleinen Finger vor der Kreissäge verstecken. Frei nach dem Motto: Der Leser erschließt sich die Thematik schon selber. Macht er nicht, macht auch die Suchmaschine nicht! Also, immer Keywords (in Maßen) verwenden.

    13. Fehlende Meta-Tags

    Man kann sich viel Zeit sparen, in dem man die Tags für Title, Description und Alt-Attribute bei Bildern einfach frei lässt. Man kann sich damit aber auch Ranking und Traffic sparen.

    14. Unausgeglichenes Bild-Text-Verhältnis

    Großflächige oder viele Bilder, gestochen scharf, ein neuer Blickwinkel auf die Welt: Ja, ja, Bilder und ihre Tausend Worte. Die stehen und sprechen für sich alleine. Aber in der Suchmaschinenoptimierung ein echtes No Go, wenn Bilder nur für sich sprechen und ausreichend Textmenge fehlt.

    Geht’s noch? Tabus der Offpage Optimierung!

    Offpage Optimierung… hui hui hui… hier haben / hatten manipulativ geprägte Webmaster wahrlich ihre Freude mit Linkkauf und -tausch und versteckten Links und vielem mehr. Ähnlich wie in der Onpage Optimierung ist aber auch keiner in der Offpage Optimierung perfekt, sodass durchaus (echte) Fehler abseits manipulativer Maßnahmen passieren können.

    15. Zu viele ausgehende Links

    Beim Backlinkaufbau darf man kein Kekse verteilender Wohlfahrtsverband sein, der selber nur von Luft und Liebe lebt. Für das Ranking der eigenen Webseite ist es daher nicht hilfreich, wenn zu viele Links auf andere Webseiten verweisen – also den LinkJuice von der eigenen Seite wegführen. Leider kann man den Ausgleich zu vieler ausgehender Links nicht durch die vermehrte interne Verlinkung schaffen. Das können nur eingehende Backlinks externer Seiten.

    16. Unseriöse Links

    Wer nicht Marktführer für Virenprogramme und Trojaner werden möchte, sollte tunlichst Verlinkungen zu unseriösen Seiten vermeiden, die derlei schädliche Funktionen oder andere unseriöse Angebote bereit halten. Hilfreich sind hierbei regelmäßige Überprüfungen der Backlinks.

    PS: Diesen Gedanken kann man 1:1 auf irrelevante Webseiten übertragen. Stichwort: Themenrelevanz!

    17. Identische Ankertexte

    Immer und immer und immer wieder dasselbe. Selbst der schönste Song hängt einem nach dem 100. Mal zu den Ohren heraus. So ähnlich ergeht es Suchmaschinen mit identischen Ankertexten. Es lohnt sich daher, die alte Schallplatte auszutauschen.

    18. Schneller Linkaufbau

    Schnelligkeit ist nicht immer ein Vorteil. Suchmaschinen vermuten hinter einem schnellen Linkaufbau einen Versuch, das Ranking der Webseite zu manipulieren. Kurze Zeit und viele Backlinks – ein absolutes No Go in der Suchmaschinenoptimierung!

    18 No Gos der Suchmaschinenoptimierung reichen noch nicht, um das Ranking vollends ins Desaster zu stürzen? Bitte, versuchen Sie es doch einmal mit belanglosen Überschriften, fügen Sie fehlerhafte Disallow-Befehle in die robot.txt ein und ignorieren Sie Nutzer von mobilen Endgeräten. Richtig lustig wird es, wenn Sie…Moment! Sie wollen gar nicht auf Ranking-Plätze, Traffic und Conversions verzichten? Dann schicke ich Sie mal ganz schnell zu meinem Artikel „Suchmaschinenoptimierung 23 relevante Tipps“. Dort fasse ich die wichtigsten Ratschläge für ein erfolgreiches Ranking und zufriedene Besucher/Kunden übersichtlich zusammen.

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